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Ehemalige kurfürstliche Residenz in Koblenz topsaniert

Dikasterialgebäude Koblenz
Dienstsitz der LBB-Niederlassung ins öffentliche Bewusstsein gerückt
Der Landesbetrieb LBB hat das Dikasterialgebäude in Koblenz, Domizil seiner Koblenzer Niederlassung, in den vergangenen Jahren für 10,5 Millionen Euro denkmalgerecht saniert. Der von dem großen Barockbaumeister Balthasar Neumann Anfang des 18. Jahrhunderts als kurfürstliches Verwaltungsgebäude zu Füßen der Festung Ehrenbreitstein geplante Bau war danach zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder öffentlich zugänglich. Die LBB-Niederlassung Koblenz hatte die Fertigstellung zum Anlass genommen, am 12. Juli 2014, zu einem Tag der offenen Tür einzuladen. Sie erntete viel Resonanz. Neben offiziellen Vertretern von Stadt und Land, wie z. B. der Vorsitzende des LBB-Verwaltungsrats, Finanzstaatssekretär Prof. Dr. Salvatore Barbaro, folgten viele Anwohner von der rechten Rheinseite sowie Koblenzer Bürger der Einladung. Die Öffnung nach außen soll keine einmaliges Ereignis bleiben. Geplant ist, das Haus für Veranstaltungen ggf. auch Konzerte und Caféteriabesucher zu öffnen.

Staatssekretär Prof. Dr. Salvatore Barbaro bei seiner Ansprache am Tag der offenen Tür.   Geschäftsführer Holger Basten bei seiner Begrüßung am Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür im Dikasterialgebäude in Koblenz-Ehrenbreitstein am 12.07.2014;
Links: Die Ansprache des Verwaltungsratsvorsitzenden Prof. Dr. Salvatore Barbaro
Rechts: Geschäftsführer Holger Basten bei seiner Begrüßung

 

Baukosten und Bauzeiten blieben in einem für die Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes sehr vertretbaren Rahmen. Außen war das Gebäude schon rechtzeitig zur Bundesgartenschau (BUGA) 2011 instand gesetzt worden, die Innensanierung schloss sich daran an.
Wegen massiver Eingriffe in die Substanz und auch um eine zügige Bauausführung zu ermöglichen, hatte sich die LBB-Niederlassung für eine Zwischenunterbringung am Kastorhof in der Koblenzer Altstadt entschieden.

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1. Das Entree mit dem gläsernen Fahrstuhl im Zentrum des Barockgebäudes: Der Haupteingang wurde wieder auf die Hofseite verlegt.
2. Unter der Decke eingepasste Oberlichter zu den Fluren machen das Gebäude transparent, geben die Sicht frei auf die alte Gewölbe-
struktur. Sie nehmen der Raumflucht die Schwere.
3. Hinter der Wand von Bild 2 liegender freundlicher, heller Büroraum (Registratur) mit Blick zur Rheinseite.

Schicke Komposition aus Alt und Neu
Dach und Fassade wurden von 2008 bis 2010 in der ursprünglichen Farbfassung des Gebäudes rechtzeitig zur Bundesgartenschau 2011 für 6,1 Millionen Euro saniert. Im II. Bauabschnitt wurde der zentrale Raum (Mittelrisalit) wiederhergestellt und das gesamte Gebäude innen saniert – Gesamtkosten hier: 4,4 Millionen Euro. Im Mai 2014 konnten die rund 150 Mitarbeiter in das Dikasterialgebäude zurückkehren.
Sie sind in ein repräsentatives, klar strukturiertes, transparentes Gebäude, mit – vom Grundriss vorgegeben – teils großzügiger Raumaufteilung, hohen Decken, Glasoberlichtern und neuen Sanitäranlagen zurückgekommen. In weißem Putz erstrahlen die Wände wie auch die Deckengewölbe. Diese sind jetzt weitgehend sichtbar und nicht mehr durch die kleinteilige Raumaufteilung verstellt. Die mächtigen Sandsteinpfeiler und Gurtbögen sind befundentsprechend sandsteinfarbig gestrichen, so dass man sehr schön die alte statische Konstruktion ablesen kann. Sandsteinbeläge in den Treppenaufgängen wurden wieder freigelegt, in manchen Bereichen ergänzt. So viel Glas wie möglich wurde eingebaut – in die Gewölbesegmente über den Wänden und in alle Türen auf der Rheinseite. Dies bringt Helle und Leichtigkeit in das schwere Gemäuer. Bodentiefe Fenstertüren auf der Hofseite geben den Besprechungsräumen (Hochparterre) ein schickes Flair und machen die alten Kutsch-Durchfahrten aus der kurfürstlichen Zeit wieder erkennbar.

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4 und 5: Der Empfang (Ebene 0, Hochparterre) - Bild links - mit Kunst aus der Sammlung des Landes Rheinland-Pfalz. Das Licht-
objekt stammt aus dem Atelier des Künstlers Michael Volkmer.

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6: Blick in einen Teil der Cafeteria. 7. Einer von zwei Besprechungsräumen auf der Eingangsebene

Wiederherstellung des Mittelrisalits
Die beste planerische Entscheidung war es, den über drei Geschosse reichenden, nur äußerlich erhaltenen Mittelrisalit auch im Innern zu rekonstruieren, und zwar auf moderne Weise. Bombeneinschläge im Zweiten Weltkrieg haben hier das Gebäude vom Dach bis herunter in das zweite Geschoss zerstört. Für den Wiederaufbau war dieser Umstand günstig. Im Mittelbereich konnte so die zweite Geschossebene galerieartig hinter der Prachtfassade (diejenige mit den hohen Fenstern unter dem kurfürstlichen Wappen) zurückgesetzt werden. Im Gebäudeinnern schweift nun der Blick von Ebene 1 über die Galerieebene 2 bis unter den Fußboden von Ebene 3 (Speicherebene). Die Galerie war beim Tag der offenen Tür Besuchermagnet und hat viel Anerkennung erfahren.
Die hohen Wände besonders in diesem Gebäudemittelstück sind jetzt mit großfor¬ma¬tiger moderner Kunst aus dem Archiv des Kulturministeriums bestückt. Auch damit zog ein neuer Geist in das Gebäude ein: Offenheit und Größe, kulturelle Aufgeschlossenheit, Respekt für das Alte, Spaß am Neuen. So war das Gebäude bisher nicht wahrnehmbar. Die ehemals vielen Einbauten, mit dem Ziel, die Nutzfläche zu maximieren, machten es früher niedrig, eng, verwinkelt und dunkel.

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Auf Ebene 1:
8. Fahrstuhlaustritt und Galerieuntersicht Galerieebene.
In diesem Bereich gingen die historischen Deckengewölbe
im II. Weltkrieg durch Bombeneinschlag verloren. 
9. Die gläserne Brücke zum Nachbarhaus (historischer „Krummstall“)

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10. Freundlicher, heller Büroraum für drei Personen auf der Ge-
bäudeecke

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Die historischen Fensterformen sind ein Gedicht. Foto 11. und 12.: Blicke zum Hof-
und Foto 13. zur Rheinseite.

Barrierefrei auf allen Geschossen
Die Öffnung des Gebäudezentrums hat weitere Vorteile. Es konnte, in Absprache mit der Denkmalpflege, ein Lift hinein gebaut werden. Dieser verbindet nun alle Ebenen, auch das Hochparterre mit dem Hof (Halbgeschoss) – so dass der Gebäudeteil an der B42 komplett barrierefrei  erschlossen ist. Durch das gläserne Fahrstuhlgehäuse und den Ausblick u. a. auf den Rhein wird die Fahrt durch die Geschosse zu einem richtigen Erlebnis. Auf der untersten Ebene (Ebene 0) befindet sich die Empfangs-“Lounge“, darüber sind Kommunikations- und Verteilzonen angeordnet.
Auf Ebene 1 gelangt man auch zur verglasten Brücke, über welche man den Krummstall, das dahinterliegende, ebenfalls sanierte Gebäude erreicht. Da dieses einige Stufen tiefer liegt, ist dort eine Hebebühne zur barrierefreien Erschließung eingebaut.
Auf der Galerieebene im mittleren vorderen Gebäudeteil verbergen sich hinter den roten Leitwänden die Postfächer und Kopierer.  Dort ist vorgesehen, einen Ort der Kommunikation zu schaffen. Die darüber liegende Ebene 2 ist auch die von den Koblenzern mit einem Schmunzeln so bezeichnete „Beletage“, der Bereich der Niederlassungsleitung, wobei das Büro von Chefin Bernadette Bubach-Dörr – Demokratie ist alles – nicht größer ist als das ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nämlich eine Fensterachse breit. Traditionell residierten die Niederlassungsleiter im repräsentativen Eckzimmer. In dem Eckzimmer sind nun drei Arbeitsplätze untergebracht.

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Foto 14-17: Den großen Reiz des Gebäudes machen die schönen Kreuzgratgewölbe und die barocken Treppenhäuser aus. Säulen, Untersichten und Gurtbögen sind sandsteinfarbig
abgesetzt. Originalfußböden aus Sandstein wurden freigelegt und teilweise ergänzt, wie auch der Basaltbelag der Treppen.

LBB-Gebäude will sich nach außen öffnen
Das schlossartige Gebäude mit bewirtschafteter Cafeteria und Innenhof bietet sich gut für kleinere Veranstaltungen an: die drei Säle im Erdgeschoss, der große nach dem bauleitenden Architekten Johannes Seitz benannte „Seitzsaal“ und die den ursprünglichen kurfürstlichen Hausherren gewidmeten Besprechungsräume „Von Schönborn“ und „Von Walderdorff“. Parkplätze sind vorhanden. Beschäftigte und Besucher des benachbarten Pädagogischen Zentrums haben bereits begonnen diese Möglichkeiten wahrzunehmen.

Zur Baugeschichte
Franz Georg von Schönborn, Kurfürst und Fürstbischof von Trier, gab den Bau des Dikasterialgebäudes und des dahinter liegenden Krummstalles in Auftrag. Der Bau wurde 1738 begonnen und 1749 übergeben. Die Arbeiten am südlich angrenzenden Marstall begannen 1762 unter der Leitung des Hofarchitekten Johannes Seitz.
In 265 Jahren erlebte das Gebäudeensemble eine wechselvolle Geschichte als Residenz, Truppenunterkunft, Lazarett, Naturalienlager, Sitz der Nassauischen Regierung und Proviantmagazin. Heutiger Hausherr ist der Landesbetrieb LBB. 

Name des Gebäudes
Das Wort „Dikasterium“ stammt aus dem Altgriechischen, es stand für das Volksgericht im antiken Athen. Im Kurstaat waren Dikasterien die Zentralbehörden und beherbergten – wie auch in Ehrenbreitstein – die Verwaltung des Kurfürstentums.

 

Fotonachweis: Bilder 1-4 und 6-17: Sibylla Hege-Bettac, Bild 5: Alexander Schmitt

Staatssekretär Weinberg besucht Baustelle der US-Klinik in Weilerbach

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Beim Neubau des US-Militärkrankenhauses im westpfälzischen Weilerbach ist die Vergabe des Bauauftrags an einen Generalunternehmer für das zweite Quartal 2018 geplant. Der rheinland-pfälzische Finanzstaatssekretär Dr. Stephan Weinberg hat sich auf seiner Sommertour zu bedeutenden staatlichen Bauprojekten am 10. August direkt auf dem Baugelände über die Arbeit des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) informiert.

Weilerbach – Das künftig größte US-Militärhospital außerhalb der Vereinigten Staaten soll die Militärkrankenhäuser in Landstuhl und auf der Airbase Ramstein ersetzen. Es dient der medizinischen Versorgung der US-Militärangehörigen und ihrer Familien in der Military Community Kaiserslautern, das sind rund 60.000 Personen, der Versorgung von rund 200.000 Soldatinnen und Soldaten im aktiven Dienst sowie der aus Einsätzen zurückkehrenden Soldatinnen und Soldaten. Der US-Kongress stellt für den Neubau 990 Mio. Dollar zur Verfügung.

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist dabei für den Bund tätig, über den die US-Streitkräfte das Bauprojekt realisieren lassen. Für die Durchführung dieser Großbaumaßnahme wurde vom Landesbetrieb LBB eigens eine Niederlassung Weilerbach – bisher mit Sitz in Landstuhl – gegründet. Diese ist für die Koordination und Steuerung der Projektbeteiligten zuständig. Hierzu zählen unter anderem  der Generalplaner sowie der Generalunternehmer, der voraussichtlich im zweiten Quartal 2018 beauftragt wird. Die Fachaufsicht liegt beim Amt für Bundesbau des Landes Rheinland-Pfalz (ABB).

Auf dem großen Baugelände sind die Altlastensanierung und die Nivellierung des Baugrundes für die Gebäude inzwischen abgeschlossen. Insgesamt wurden dabei circa 150.000 Kubikmeter Oberboden abgetragen und rund 450.000 Kubikmeter Erde bewegt. Eine Betonfläche wurde errichtet, auf der Baustellenfahrzeuge betankt werden. An der L369 hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) im vergangenen Jahr mit dem Bau eines Verkehrskreisels an der Hauptzufahrt im Westen des Klinikums begonnen. Ende Juli 2017 startete der Bau des  Zugangskontrollpunkts zum Klinikum. Der Baubeginn für den eigentlichen Krankenhauskomplex mit Gesamtabmessungen von rund 600 auf 300 Meter ist für Herbst 2019 geplant.

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Bildunterschrift: Weilerbach Visualisierung Luftaufnahme US-Klinik, Urheber: HOK-HWP-Architekten

Zum Klinikum gehören das medizinische Zentrum zur ambulanten klinischen Versorgung mit Untersuchungs- und Behandlungsräumen, ein medizinisches Zentrum für Diagnose und Behandlung, ein Zentrum Bettenstation mit Normal- und Intensivstation, die Klinikverwaltung, Klinikkapelle, zwei Parkhäuser und ein Hubschraubernotlandeplatz.

Bei der Besichtigung vor Ort zeigte sich Staatssekretär Dr. Weinberg beeindruckt von den Dimensionen. „Der Neubau der US-Klinik in Weilerbach ist mit weitem Abstand das größte Projekt der rheinland-pfälzischen Bauverwaltung im Bereich des Bundesbaus. Es ist ein in seiner Dimension herausragendes Bauprojekt und stellt für den Landesbetrieb LBB eine besondere Herausforderung dar. Auch dank des seit Jahrzehnten ausgezeichneten Verhältnisses zwischen Rheinland-Pfalz und den amerikanischen Streitkräften kann dieses Projekt erfolgreich gemeistert werden“, so Dr. Weinberg.

Die LBB-Niederlassung Weilerbach, bisher in Landstuhl in zwei Gebäuden eingemietet, wird  schon kurzfristig ihre Arbeitsbedingungen verbessern, kündigten LBB-Geschäftsführer Holger Basten und Niederlassungsleiter Winfried Schuch an: „Für die Übergangszeit haben wir im Gebäude der ehemaligen Volks- und Raiffeisenbank in der Kaiserstraße die drei oberen Etagen angemietet.“ Dort gibt es genügend Büroflächen für den weiteren Personalaufbau der Niederlassung, entsprechend den wachsenden Aufgaben beim weiteren Fortschreiten des Projekts. Zudem bietet das VR-Gebäude  ausreichend große Konferenzräume, um größere Baubesprechungen im eigenen Haus abhalten zu können.

„Im Herbst ziehen wir mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort ein“, so Niederlassungsleiter Schuch. „Damit schaffen wir kürzere Wege und Synergien für die nächsten entscheidenden Schritte.“ Schuch bedankte sich bei der Stadt Landstuhl, die die LBB-Niederlassung von Anfang an unterstützt und ihr unter anderem Räumlichkeiten in der Stadthalle für größere Konferenzen zur Verfügung gestellt hat.

Gary Lopez, Programm-Manager für den Neubau der US-Klinik Weilerbach beim U.S. Corps of Engineers, betonte: „Unsere starke Partnerschaft zur deutschen Regierung schätzen wir in hohem Maße. Unsere enge Zusammenarbeit dient der Realisierung von Planung und Bau der US-Klinik sowie der Sicherstellung einer hervorragenden und zukünftige Jahrzehnte überdauernden medizinischen Versorgung für verwundete Soldaten, US-Militärangehörige und deren Familien."

 

 

Landesbetrieb LBB

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist der Immobilien- und Baudienstleister für das Land Rheinland-Pfalz. Rund 1300 Mitarbeiter in landesweit acht regionalen Niederlassungen sowie der Zentrale in Mainz kümmern sich um die Bewirtschaftung und Optimierung des landeseigenen Immobilienbestands nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Der LBB setzt Bauvorhaben des Bundes inklusive der NATO und der Gaststreitkräfte, des Landes und Dritter um. Im wirtschaftlichen Eigentum des LBB befinden sich rund 1.750 Immobilien mit einer Mietfläche von 2,8 Mio. m². Dies sind Bürogebäude wie z.B. Ministerien, Finanzämter und Katasterämter sowie Spezialimmobilien wie z.B. Hochschulen, Justiz-, Polizei-, Forstgebäude, Museen und Schulen. Weiterhin erfolgen Baumaßnahmen für das Land an Burgen und Schlössern sowie für den Bund an Kasernen, Flughäfen und Pipelines.

 

 

 

Kontakt
Claudia Renner

Leiterin Unternehmenskommunikation

Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung Rheinland-Pfalz (LBB)

Zentrale

Rheinstraße 4E

55116 Mainz

 

Telefon: 06131 204 96-146

Fax: 06131 204 96-251

E-Mail: RennerClaudia.Zentrale@LBBnet.de

Internet: www.lbbnet.de

 

 

Ministerin Ahnen und Landesbetrieb LBB nehmen Elektro-Autos in Betrieb

Bildunterschrift: Finanzministerin Doris Ahnen nahm für den Landesbetrieb LBB symbolisch fünf zusätzliche E-Dienstwagen in Betrieb. LBB-Geschäftsführer Holger Basten (links) freut sich, dass künftig jede LBB-Niederlassung ein E-Mobil im Dienstwagenpool hat. Foto: LBB / Kristina Schäfer.
Nach einer erfolgreichen Testphase mit zwei Elektro-Fahrzeugen baut der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) den Einsatz von Dienstwagen mit Elektroantrieb in seinen Dienststellen aus. Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen nahm fünf weitere E-Fahrzeuge für den LBB symbolisch in Betrieb. In den kommenden beiden Jahren will der LBB seine Erfahrungen mit den Kosten sowie der baulichen und technischen Infrastruktur der Landesliegenschaften für Elektromobilität vertiefen.

Mainz – Mit der Bereitstellung von je einem Elektro-Auto für sieben Niederlassungen des Lan-desbetriebs LBB können künftig fast 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch auf ein klimaneutrales  Fahrzeug im Dienstwagenpool zugreifen. Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen sagte bei der symbolischen Inbetriebnahme von fünf Fahrzeugen des Typs BMW i3 auf dem Hof der Mainzer LBB-Niederlassung:  „Der LBB ist die erste Dienststelle der Landesverwaltung, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter flächendeckend Zugriff auf ein E-Dienstfahrzeug haben.  Wir begrüßen und unterstützen die Initiative des LBB zur E-Mobilität auch vor dem Hintergrund der Regelungen im Landesklimaschutzgesetz und dem Ziel, den durchschnittlichen CO2-Ausstoß der Fahrzeugflotten in der Landesverwaltung zu senken. Mit der Errichtung von Ladestationen und den Einsatz von E-Fahrzeugen im Alltagsbetrieb sammelt der LBB wichtige Erfahrungen, von denen künftig auch andere Landesdienststellen profitieren können.“

Zum Start des Pilotprojekts wurde im Herbst 2015 in den LBB-Niederlassungen Mainz und Landau jeweils ein Dieselfahrzeug durch ein Elektromobil vom Typ Nissan Leaf ersetzt. Die Ladestationen wurden jeweils am Stellplatz installiert. Wie erwartet, erwies sich die Reichweite einer vollen Akku-Ladung als bequem ausreichend für das Gros der Dienstfahrten, die sich in der Nah- bis Mitteldistanz bewegen.    

LBB-Geschäftsführer Holger Basten sagte: „Mit der Ausdehnung auch auf die übrigen Niederlassungen in Diez, Idar-Oberstein, Kaiserslautern, Koblenz und Trier wollen wir in den kommenden beiden Jahren unsere Kompetenz in Sachen E-Mobilität vertiefen. Da gehören bauliche und technische Aspekte genauso dazu wie Fragen des Vertragsmanagements und der Wirtschaftlichkeit.  Am Projektende soll ein Abschlussbericht die baufachlichen Grundlagen für einen möglichen weiteren Ausbau der Elektromobilität bündeln.“

Die Akzeptanz bei der LBB-Belegschaft ist gut. Eine sechsmonatige systematische Erhebung unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ergab positive Wertungen insbesondere für das typische zügige Anfahrverhalten des Elektromotors, für Fahrkomfort, Geräuscharmut und den geräumigeren Innenraum im Vergleich zu Kfz mit Verbrennungsmotor. Da der Abstellplatz gleichzeitig der Ladestandort ist, entfallen die Fahrten zur Tankstelle. Nach bisherigen Erfahrungen fallen pro Ladeplatz Investitionskosten von circa 5000 Euro an.  

In Landau wurden zudem Synergien mit selbst erzeugtem Solarstrom untersucht: Der Strom für die Ladestation kommt von einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Carports. Eine projektbezogene Studie des Umweltcampus Birkenfeld der Hochschule Trier ergab, dass durch das Elektrofahrzeug der Eigenverbrauch von Solarstrom gesteigert werden konnte. Der Eigenverbrauch ist heute ein zentrales Kriterium für die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen und wird vom Landesbetrieb LBB bei der Planung von Neubauten und Generalsanierungen regelmäßig geprüft.     

Darüber hinaus ergaben Berechnungen am Beispiel des LBB-Standorts Landau, dass beim Ersatz von einem der elf Dieselfahrzeuge durch ein Elektrofahrzeug der durchschnittliche CO2-Ausstoß des Fahrzeugpools von 104,8 Gramm je Kilometer (g/km) auf 95,7 g/km sinkt. Bei zwei elektrischen Ersatzfahrzeugen werden 86,6 g/km erreicht.    

 

Landesbetrieb LBB

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist der Immobilien- und Baudienstleister für das Land Rheinland-Pfalz. Rund 1300 Mitarbeiter in landesweit acht regionalen Niederlassungen sowie der Zentrale in Mainz kümmern sich um die Bewirtschaftung und Optimierung des landeseigenen Immobilienbestands nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Der LBB setzt Bauvorhaben des Bundes inklusive der NATO und der Gaststreitkräfte, des Landes und Dritter um. Im wirtschaftlichen Eigentum des LBB befinden sich rund 1.750 Immobilien mit einer Mietfläche von 2,8 Mio. m². Dies sind Bürogebäude wie z.B. Ministerien, Finanzämter und Katasterämter sowie Spezialimmobilien wie z.B. Hochschulen, Justiz-, Polizei-, Forstgebäude, Museen und Schulen. Weiterhin erfolgen Baumaßnahmen für das Land an Burgen und Schlössern sowie für den Bund an Kasernen, Flughäfen und Pipelines.

 

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Publikationsdatum: 24.11.2017
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