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Romantik des 19. Jahrhunderts wieder sichtbar machen

Blick auf die von Schinkel geplante Kapelle
Umsetzung Parkpflegewerk Klause Kastel
Hin und wieder hat der Landesbetrieb LBB die schöne Aufgabe, landschaftsplanerische Maßnahmen umzusetzen. Wenn diese im Zusammenhang mit historischen Bauwerken stehen, handelt es sich meist um sehr erlesene Aufträge des Finanzministeriums, die Liegenschaften der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz betreffend, wie auch aktuell bei dem Parkpflegewerk Klause Kastel, einem historischen Felsengarten hoch über der Saar. Dieses außergewöhnliche Projekt wird momenten von der Niederlassung Trier des Landesbetriebs LBB zusammen mit freischaffenden Landschaftsarchitekten realisiert. Das Land Rheinland-Pfalz investiert 685.000 Euro (Gesamtkosten) in das Projekt. Es soll Ende 2014 fertig sein.

An der unteren Saar, gegenüber dem Uferort Serrig, begrenzen hohe Buntsandsteinfelsen das Saartal auf der Westseite. Es handelt sich dabei um die Abbruchkante eines schon in keltischer und römischer Zeit besiedelten Hochplateaus. Die beeindruckende Landschaftsformation mit schroff abfallenden Felsen, bewaldetem Steilhang und großartigem Fernblick hat von jeher Menschen angezogen und ihren Gestaltungswillen herausgefordert. Felswände, -spalten und -schluchten, Felsstufen und -gänge, Felsköpfe und Plateaus gaben in Verbindung mit den Ausblicken und der natürlichen Vegetation die Anstöße dazu, bestimmte Partien weiter zu entwickeln. Durch die Wechselbeziehung zwischen natürlich vorgefundenen und geschickt eingebrachten baulichen Strukturen wird der Ort zugänglich und erlebbar. Das steigert seine Wirkung.

 

 

 

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Blick von der Aussichtsrotunde saarabwärts auf den Ort Serrig.  Rechts im Vordergrund ist
das Kupferdach der Kreuzkapelle sichtbar.

 

Zur Geschichte des Ortes – erst heidnisches, dann christliches Heiligtum
Für die germanische Zeit wird ein Sonnenheiligtum angenommen. Auf das Hochmittelalter (Anf. 13. Jhdt.) werden unter anderem zwei im Fels angelegte Kammern (Felsenkapellen) sowie auch eine Grablege im Fels datiert. Auf dem am weitesten vorspringenden Felsaltan wurde um 1600 eine Kapelle von dem Franziskanermönch Romery errichtet, der sich dort als Eremit niederließ. Weitere Strukturen, wie aus dem Fels herausgearbeitete Nischen, Becken und Quelleinfassungen, datieren ins 17. Jhdt. Bis zum Beginn der französischen Besatzung  im ausgehenden 18. Jahrhundert war der Ort von Eremiten bewohnt.

Um 1835 wurde die Kapelle im Auftrag des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV nach den Plänen von Carl Friedrich Schinkel im neoromanischen Stil umgebaut (sog. jüngere Kreuzkapelle). Sie sollte als Grabkapelle die Gebeine des blinden Königs Johann v. Böhmen aufnehmen, der 1346 in der Schlacht von Crécy den Tod gefunden hatte und ein Urahne des preußischen Königshauses war.

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Blick rückwärts zum Felsentor und auf den Abstieg zu den Kapellen. Der Park wird von oben her erschlossen. Im rechten Bild ist in
der Mitte der dreistufige Eingang zur Felsenkapelle zu sehen. Wo nötig, werden Sandsteinstufen und Mauern ausgebessert oder ersetzt.
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Blick auf die Westseite der berühmten Schinkelkapelle mit Glockenarkade. Die Kapelle selbst
ist nicht Bestandteil der Sanierungsmaßnahmen, lediglich das Umfeld. 

 

Zum Ursprung des Landschaftsparks
Mit der Neuerrichtung der Kapelle durch die Hohenzollern wurde zwischen 1836 und 1861 auch das Umfeld mit Wegen, Treppen, Plätzen, Fernblick- und Verweilzonen dem romantischen Zeitgeist entsprechend gestaltet. Man orientierte sich dabei an der Idee englischer Landschaftsparks. Die Felsformationen werden zusammen mit den baulichen und gärtnerischen Anlagen sowie der natürlichen Vegetation, den Blickbezügen sowohl innerhalb des weitläufigen Parks als auch nach außerhalb, als ein Gesamtkunstwerk betrachtet. Der Kennerschaft des preußischen Königs, vielleicht auch seinen Kontakten, unter anderem zu dem bedeutenden Gartengestalter) Peter Joseph Lenné, ist es zu verdanken, dass dabei die naturhaften Aspekte gegenüber den gärtnerischen die Oberhand behielten.   

 

Bedeutung und Bewertung des Landschaftsparks an der Klause Kastel
Der Park als solcher ist bislang nicht unter Denkmalschutz gestellt, wohl aber die baulichen Anlagen. Die Kreuzkapelle ist außerdem als schützenswertes Kulturgut nach der Haager Konvention anerkannt und trägt das blauweiße Markierungszeichen.
Für den Park kamen die eingeschalteten Planer zum Schluss, dass es sich um einen Ort „von hohem gartenkünstlerischen Wert“ handelt, den typische Stilelemente des Landschafts¬gartens des 19. Jahrhunderts prägen:

 

Entwicklungsziele des Parkpflegewerks
Das Parkpflegewerk fußt auf einer gründlichen Bestandsaufnahme: Historische Quellen wurden aus¬gewertet, bauliche und Vegetationsstrukturen in situ aufgenommen und datiert, Defekte und Mängel protokolliert. Daraus wurden die Entwicklungsziele in übergeordneten Prinzipien sowie in Einzelmaßnahmen formuliert.
Die Strukturen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts sind bis auf wenige Ausnahmen alle noch erhalten. Nun wird das Ziel verfolgt, den historischen Bestand wieder herauszuarbeiten, zu sichern und langfristig zu erhalten. Dies geschieht einerseits durch Pflegemaßnahmen, Beseitigung von Schäden, ggf. auch durch Ersatz, andererseits durch Rückbau der nach 1900 erfolgten Änderungen. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Verkehrssicherheit. Die dafür notwendigen Vorkehrungen sollen denkmalverträglich ausgeführt werden – es sind vor allem Absturzsicherungen und Geländer, aber auch Felssicherungsmaßnahmen. In diesem Falle gibt es Vorgaben der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, denn die Bestimmungen der Landesbauordnung (LBauO) greifen nur bedingt, da es sich bei den vorgefunden Anlagen nicht um bauliche Anlagen im Sinne der LBauO handelt.    

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Blick vom Kanzelaltan an der Kapelle ostwärts auf die Felswand mit Nischen und Wasserbecken.
Durch jede Veränderung im Standpunkt ergibt sich eine neue Perspektive, dies macht die
Erkundung des Parks spannend und lebendig.

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Der gleiche Blick wie im vorhergehenden Bild, nur in Gegenrichtung entlang der Felswand
westwärts auf die Kapelle zu, mit beeindruckendem Baumriesen im Vordergrund. An dieser
Felswand, die sich im Zentrum des Parks befindet, sind Bearbeitungsspuren aus frühchrist-
licher Zeit festzustellen. In der Mitte musste eine Stahlunterkonstruktion (sandsteinverklei-
det) eingebaut werden. Sie war wegen eines Felsabbruchs notwendig geworden.

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Ein Baumriese in Nahaufnahme. 

 

Planerische Einzelmaßnahmen
I
n so einem vielgestaltigen Umfeld können nicht bis ins kleinste Detail maßstabsgenau in einem Plan eingezeichnet werden. Leitlinien, Ausführungsbeispiele, Material¬vorgaben, Pflanzenzusammenstellungen sowie spezifische Angaben für markante Einzelbereiche umreißen den Leistungsumfang. Die Verantwortlichen müssen die Maßnahme das Projekt in engem Kontakt mit der ausführenden Firma steuern – und auch in stetem Kontakt mit dem FM und der GDKE bleiben, die in diesem Falle (neben der Unteren Denkmalschutzbehörde) auch die Fachseite des Denkmalschutzes vertritt. 
Um die Blickbezüge und den Wechsel zwischen verschatteten und offenen Bereichen wiederherzustellen, auch um nicht standortgerechte Arten zu dezimieren, wurden weniger wichtige Bäume herausgenommen, teilweise wurden Ersatzpflanzungen vorgenommen. Imposante alte Baumriesen, meist Buchen und Linden, die sich in die Felsen klammern, 150 und mehr Jahre alt, prägen nun das Bild.
In die Strauchschicht wurden einheimische Wildgehölze (Kornelkirsche, Schneeball, Haselnuss, Liguster, Ilex) eingebracht. Im Zugangsbereich wurde die Schneebeere zugunsten von Efeu und Immergrün entfernt und Kirschlorbeer durch Liguster ersetzt. An anderen Stellen musste Efeu ausgelichtet und zurückgeschnitten werden. Für diese Rodungsarbeiten, für welche sich die Arbeiter an Steilhängen und Felsen abseilen mussten,   wurden Sicherungsanker metertief in die Felswände eingebracht. Sie werden später auch für die Pflegearbeiten gebraucht.
Efeu und Immergrün sind die beiden Leitarten, die, ergänzt durch eine naturnahe Kraut- und Gräserflora, nun in weiten Bereichen den Boden bedecken. Hanglagen müssen durch eine geschlossene Vegetationsdecke besonders gesichert werden. An den steilsten Flächen sieht man vor allem Luzula sylvatica, die Waldhainsimse. Sie bildet, obwohl erst im Frühjahr 2014 gepflanzt, schon einen recht dichten Bestand und hält mit ihrem Wurzelwerk die Erde fest.
In besonderen Partien („erhöhtes Rasenbeet“) weist der Parkpflegeplan auch Schneeglöckchen und Blausternchen auf. 
Wege und Plätze wurden erneuert. Dabei wurden neuzeitliche Pflasterflächen rückgebaut , und Wegekonturen wieder herausgearbeitet, indem platzartige Erweiterungen zurückgenommen wurden und alles mit wassergebundenen Decken („Waldwegecharakter“) befestigt wurde.  Bewusst will man auf naturhafte Materialien zurückgehen, alles was zu „gebaut“ wirkt, wie Randsteine usw. soll vermieden werden. Eine Schwierigkeit bei diesen Maßnahmen ist, trotz der bis zu 20 Prozent Längsgefälle, die Erosion durch wasserableitende Maßnahmen in den Griff zu bekommen.
Stufen und Treppen wurden nach historischem Vorbild mit Sandstein-Blockstufen saniert.
Mauerrückbauten und -sanierungen wurden vorgenommen. Bereits im Vorfeld wurde die Umfassungsmauer im Ostteil des Parks im Trockenspritzverfahren saniert. Bei dieser maschinellen Verfugung wird Werktrockenmörtel mittels Druckluft erst an der Spritzdüse mit Wasser gemischt. Dieses Verfahren eignet sich besonders für steinsichtiges, unregelmäßiges Mauerwerk mit tiefen Fugen. Mit dem anschließenden Reinigen oder Abstrahlen ergibt sich ein denkmalverträgliches Fugenbild.
Das Geologische Landesamt wurde eingeschaltet um die Sicherheit von Felsnasen bzw. Felsabbrüchen zu beurteilen. Die baulichen Sicherungsmaßnahmen werden vom Statiker vorgegeben und von Restauratoren im Handwerk umgesetzt.
Nicht zuletzt wurde die Eingangssituation neu geordnet und der zentrale, runde Platz, der in der Mitte zwischen dem östlichen und westlichen Abstieg liegt, hergerichtet und nach historischem Vorbild mittig mit einer Linde bepflanzt. 

Der Park ist auch während der Baumaßnahme, die jetzt im ersten Bauabschnitt (westlich) fast abgeschlossen ist, wenn auch eingeschränkt, zu besichtigen. Ein Besuch dort ist, wenn die Sanierung erst einmal abgeschlossen ist, unbedingt empfehlenswert.

 

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Wegekreuzung westlich (oberhalb) der Kapelle im noch unbearbeiteten Bauabschnitt II. Eine
gleichmäßige, ruhige und natürliche Formensprache soll das Bild vereinheitlichen: Nahezu
überall werden die Eisengeländer gegen neue ausgetauscht, unansehnliche Betonfundamente
entfernt, Wegeabschwemmungen, wo nötig, aufgefüllt und mit wassergebundener Decke
befestigt. Teilweise werden die Längsgefälle durch den Einbau weiterer Stufen reduziert. Im
Vordergrund: Typisch für einen Aussichtspunkt ist die aus dem Fels gestaltete Umfassungs-
mauer  mit Steinbank.
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Im Eingangsbereich werden Hainbuchen als Sichtschutzhecke gepflanzt, hier werden 6-7 Jahre
alte, über 2 Meter hohe Pflanzen angeliefert. Für die Bauzeit wurde die Umfassungsmauer
geöffnet.

 

Alle Fotos: Sibylla Hege-Bettac, Landesbetrieb LBB

 

Daten und Fakten – Umsetzung Parkpflegewerk Klause Kastel bei Kastel-Staadt im Landkreis Trier-Saarburg

Auftrag: Ministerium der Finanzen
Nutzer: Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz
Eigentümer: Land Rheinland-Pfalz
Bauherr: Landesbetrieb LBB, Niederlassung Trier
Projektmanagement (PM)/Projektleitung (PL)/Projektbearbeitung (PB):  Landesbetrieb LBB, Niederlassung Trier, Thomas Thielen (PM), Brigitte Coen (H-PL), Marion Basten (PB und PB freiberuflich Tätige)
Parkpflegewerk: Achim Röthig, Landschaftsarchitekt BDLA, Haan
Entwurfs- und Ausführungsplanung: Ernst + Partner, Landschaftsarchitekten BDLA, Trier
Bauleitung: Ernst + Partner, Landschaftsarchitekten BDLA, Trier
Weitere freischaffende Fachplaner: hortulus GmbH, Mertesdorf; SIAP Schmitt Ingenieure + Architekten, Pommern

Beteiligte Institutionen: Institut für Steinforschung e.V., Mainz; Geologisches Landesamt, Mainz; Kreisverwaltung Trier-Saarburg, Trier; Forstamt Saarburg; Unfallkasse Rheinland-Pfalz, Andernach

Bauzeit: 24 Monate
Baukosten: 569.725,00 Euro

 

Staatssekretär Weinberg besucht Baustelle der US-Klinik in Weilerbach

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Beim Neubau des US-Militärkrankenhauses im westpfälzischen Weilerbach ist die Vergabe des Bauauftrags an einen Generalunternehmer für das zweite Quartal 2018 geplant. Der rheinland-pfälzische Finanzstaatssekretär Dr. Stephan Weinberg hat sich auf seiner Sommertour zu bedeutenden staatlichen Bauprojekten am 10. August direkt auf dem Baugelände über die Arbeit des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) informiert.

Weilerbach – Das künftig größte US-Militärhospital außerhalb der Vereinigten Staaten soll die Militärkrankenhäuser in Landstuhl und auf der Airbase Ramstein ersetzen. Es dient der medizinischen Versorgung der US-Militärangehörigen und ihrer Familien in der Military Community Kaiserslautern, das sind rund 60.000 Personen, der Versorgung von rund 200.000 Soldatinnen und Soldaten im aktiven Dienst sowie der aus Einsätzen zurückkehrenden Soldatinnen und Soldaten. Der US-Kongress stellt für den Neubau 990 Mio. Dollar zur Verfügung.

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist dabei für den Bund tätig, über den die US-Streitkräfte das Bauprojekt realisieren lassen. Für die Durchführung dieser Großbaumaßnahme wurde vom Landesbetrieb LBB eigens eine Niederlassung Weilerbach – bisher mit Sitz in Landstuhl – gegründet. Diese ist für die Koordination und Steuerung der Projektbeteiligten zuständig. Hierzu zählen unter anderem  der Generalplaner sowie der Generalunternehmer, der voraussichtlich im zweiten Quartal 2018 beauftragt wird. Die Fachaufsicht liegt beim Amt für Bundesbau des Landes Rheinland-Pfalz (ABB).

Auf dem großen Baugelände sind die Altlastensanierung und die Nivellierung des Baugrundes für die Gebäude inzwischen abgeschlossen. Insgesamt wurden dabei circa 150.000 Kubikmeter Oberboden abgetragen und rund 450.000 Kubikmeter Erde bewegt. Eine Betonfläche wurde errichtet, auf der Baustellenfahrzeuge betankt werden. An der L369 hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) im vergangenen Jahr mit dem Bau eines Verkehrskreisels an der Hauptzufahrt im Westen des Klinikums begonnen. Ende Juli 2017 startete der Bau des  Zugangskontrollpunkts zum Klinikum. Der Baubeginn für den eigentlichen Krankenhauskomplex mit Gesamtabmessungen von rund 600 auf 300 Meter ist für Herbst 2019 geplant.

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Bildunterschrift: Weilerbach Visualisierung Luftaufnahme US-Klinik, Urheber: HOK-HWP-Architekten

Zum Klinikum gehören das medizinische Zentrum zur ambulanten klinischen Versorgung mit Untersuchungs- und Behandlungsräumen, ein medizinisches Zentrum für Diagnose und Behandlung, ein Zentrum Bettenstation mit Normal- und Intensivstation, die Klinikverwaltung, Klinikkapelle, zwei Parkhäuser und ein Hubschraubernotlandeplatz.

Bei der Besichtigung vor Ort zeigte sich Staatssekretär Dr. Weinberg beeindruckt von den Dimensionen. „Der Neubau der US-Klinik in Weilerbach ist mit weitem Abstand das größte Projekt der rheinland-pfälzischen Bauverwaltung im Bereich des Bundesbaus. Es ist ein in seiner Dimension herausragendes Bauprojekt und stellt für den Landesbetrieb LBB eine besondere Herausforderung dar. Auch dank des seit Jahrzehnten ausgezeichneten Verhältnisses zwischen Rheinland-Pfalz und den amerikanischen Streitkräften kann dieses Projekt erfolgreich gemeistert werden“, so Dr. Weinberg.

Die LBB-Niederlassung Weilerbach, bisher in Landstuhl in zwei Gebäuden eingemietet, wird  schon kurzfristig ihre Arbeitsbedingungen verbessern, kündigten LBB-Geschäftsführer Holger Basten und Niederlassungsleiter Winfried Schuch an: „Für die Übergangszeit haben wir im Gebäude der ehemaligen Volks- und Raiffeisenbank in der Kaiserstraße die drei oberen Etagen angemietet.“ Dort gibt es genügend Büroflächen für den weiteren Personalaufbau der Niederlassung, entsprechend den wachsenden Aufgaben beim weiteren Fortschreiten des Projekts. Zudem bietet das VR-Gebäude  ausreichend große Konferenzräume, um größere Baubesprechungen im eigenen Haus abhalten zu können.

„Im Herbst ziehen wir mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort ein“, so Niederlassungsleiter Schuch. „Damit schaffen wir kürzere Wege und Synergien für die nächsten entscheidenden Schritte.“ Schuch bedankte sich bei der Stadt Landstuhl, die die LBB-Niederlassung von Anfang an unterstützt und ihr unter anderem Räumlichkeiten in der Stadthalle für größere Konferenzen zur Verfügung gestellt hat.

Gary Lopez, Programm-Manager für den Neubau der US-Klinik Weilerbach beim U.S. Corps of Engineers, betonte: „Unsere starke Partnerschaft zur deutschen Regierung schätzen wir in hohem Maße. Unsere enge Zusammenarbeit dient der Realisierung von Planung und Bau der US-Klinik sowie der Sicherstellung einer hervorragenden und zukünftige Jahrzehnte überdauernden medizinischen Versorgung für verwundete Soldaten, US-Militärangehörige und deren Familien."

 

 

Landesbetrieb LBB

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist der Immobilien- und Baudienstleister für das Land Rheinland-Pfalz. Rund 1300 Mitarbeiter in landesweit acht regionalen Niederlassungen sowie der Zentrale in Mainz kümmern sich um die Bewirtschaftung und Optimierung des landeseigenen Immobilienbestands nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Der LBB setzt Bauvorhaben des Bundes inklusive der NATO und der Gaststreitkräfte, des Landes und Dritter um. Im wirtschaftlichen Eigentum des LBB befinden sich rund 1.750 Immobilien mit einer Mietfläche von 2,8 Mio. m². Dies sind Bürogebäude wie z.B. Ministerien, Finanzämter und Katasterämter sowie Spezialimmobilien wie z.B. Hochschulen, Justiz-, Polizei-, Forstgebäude, Museen und Schulen. Weiterhin erfolgen Baumaßnahmen für das Land an Burgen und Schlössern sowie für den Bund an Kasernen, Flughäfen und Pipelines.

 

 

 

Kontakt
Claudia Renner

Leiterin Unternehmenskommunikation

Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung Rheinland-Pfalz (LBB)

Zentrale

Rheinstraße 4E

55116 Mainz

 

Telefon: 06131 204 96-146

Fax: 06131 204 96-251

E-Mail: RennerClaudia.Zentrale@LBBnet.de

Internet: www.lbbnet.de

 

 

Ministerin Ahnen und Landesbetrieb LBB nehmen Elektro-Autos in Betrieb

Bildunterschrift: Finanzministerin Doris Ahnen nahm für den Landesbetrieb LBB symbolisch fünf zusätzliche E-Dienstwagen in Betrieb. LBB-Geschäftsführer Holger Basten (links) freut sich, dass künftig jede LBB-Niederlassung ein E-Mobil im Dienstwagenpool hat. Foto: LBB / Kristina Schäfer.
Nach einer erfolgreichen Testphase mit zwei Elektro-Fahrzeugen baut der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) den Einsatz von Dienstwagen mit Elektroantrieb in seinen Dienststellen aus. Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen nahm fünf weitere E-Fahrzeuge für den LBB symbolisch in Betrieb. In den kommenden beiden Jahren will der LBB seine Erfahrungen mit den Kosten sowie der baulichen und technischen Infrastruktur der Landesliegenschaften für Elektromobilität vertiefen.

Mainz – Mit der Bereitstellung von je einem Elektro-Auto für sieben Niederlassungen des Lan-desbetriebs LBB können künftig fast 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch auf ein klimaneutrales  Fahrzeug im Dienstwagenpool zugreifen. Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen sagte bei der symbolischen Inbetriebnahme von fünf Fahrzeugen des Typs BMW i3 auf dem Hof der Mainzer LBB-Niederlassung:  „Der LBB ist die erste Dienststelle der Landesverwaltung, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter flächendeckend Zugriff auf ein E-Dienstfahrzeug haben.  Wir begrüßen und unterstützen die Initiative des LBB zur E-Mobilität auch vor dem Hintergrund der Regelungen im Landesklimaschutzgesetz und dem Ziel, den durchschnittlichen CO2-Ausstoß der Fahrzeugflotten in der Landesverwaltung zu senken. Mit der Errichtung von Ladestationen und den Einsatz von E-Fahrzeugen im Alltagsbetrieb sammelt der LBB wichtige Erfahrungen, von denen künftig auch andere Landesdienststellen profitieren können.“

Zum Start des Pilotprojekts wurde im Herbst 2015 in den LBB-Niederlassungen Mainz und Landau jeweils ein Dieselfahrzeug durch ein Elektromobil vom Typ Nissan Leaf ersetzt. Die Ladestationen wurden jeweils am Stellplatz installiert. Wie erwartet, erwies sich die Reichweite einer vollen Akku-Ladung als bequem ausreichend für das Gros der Dienstfahrten, die sich in der Nah- bis Mitteldistanz bewegen.    

LBB-Geschäftsführer Holger Basten sagte: „Mit der Ausdehnung auch auf die übrigen Niederlassungen in Diez, Idar-Oberstein, Kaiserslautern, Koblenz und Trier wollen wir in den kommenden beiden Jahren unsere Kompetenz in Sachen E-Mobilität vertiefen. Da gehören bauliche und technische Aspekte genauso dazu wie Fragen des Vertragsmanagements und der Wirtschaftlichkeit.  Am Projektende soll ein Abschlussbericht die baufachlichen Grundlagen für einen möglichen weiteren Ausbau der Elektromobilität bündeln.“

Die Akzeptanz bei der LBB-Belegschaft ist gut. Eine sechsmonatige systematische Erhebung unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ergab positive Wertungen insbesondere für das typische zügige Anfahrverhalten des Elektromotors, für Fahrkomfort, Geräuscharmut und den geräumigeren Innenraum im Vergleich zu Kfz mit Verbrennungsmotor. Da der Abstellplatz gleichzeitig der Ladestandort ist, entfallen die Fahrten zur Tankstelle. Nach bisherigen Erfahrungen fallen pro Ladeplatz Investitionskosten von circa 5000 Euro an.  

In Landau wurden zudem Synergien mit selbst erzeugtem Solarstrom untersucht: Der Strom für die Ladestation kommt von einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Carports. Eine projektbezogene Studie des Umweltcampus Birkenfeld der Hochschule Trier ergab, dass durch das Elektrofahrzeug der Eigenverbrauch von Solarstrom gesteigert werden konnte. Der Eigenverbrauch ist heute ein zentrales Kriterium für die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen und wird vom Landesbetrieb LBB bei der Planung von Neubauten und Generalsanierungen regelmäßig geprüft.     

Darüber hinaus ergaben Berechnungen am Beispiel des LBB-Standorts Landau, dass beim Ersatz von einem der elf Dieselfahrzeuge durch ein Elektrofahrzeug der durchschnittliche CO2-Ausstoß des Fahrzeugpools von 104,8 Gramm je Kilometer (g/km) auf 95,7 g/km sinkt. Bei zwei elektrischen Ersatzfahrzeugen werden 86,6 g/km erreicht.    

 

Landesbetrieb LBB

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist der Immobilien- und Baudienstleister für das Land Rheinland-Pfalz. Rund 1300 Mitarbeiter in landesweit acht regionalen Niederlassungen sowie der Zentrale in Mainz kümmern sich um die Bewirtschaftung und Optimierung des landeseigenen Immobilienbestands nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Der LBB setzt Bauvorhaben des Bundes inklusive der NATO und der Gaststreitkräfte, des Landes und Dritter um. Im wirtschaftlichen Eigentum des LBB befinden sich rund 1.750 Immobilien mit einer Mietfläche von 2,8 Mio. m². Dies sind Bürogebäude wie z.B. Ministerien, Finanzämter und Katasterämter sowie Spezialimmobilien wie z.B. Hochschulen, Justiz-, Polizei-, Forstgebäude, Museen und Schulen. Weiterhin erfolgen Baumaßnahmen für das Land an Burgen und Schlössern sowie für den Bund an Kasernen, Flughäfen und Pipelines.

 

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Publikationsdatum: 18.11.2017
© Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), Rheinstraße 4E, 55116 Mainz