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Grauwacke, Sandstein und Alternativen

Fensterspiegelung
Nicht immer geht Naturstein
Im Baumanagement des Landesbetriebs LBB spielt das Thema Naturstein eine große Rolle. Im Zuständigkeitsberiech der LBB-Niederlassung Trier z. B. trifft man auf römisches und mittelalterliches Mauerwerk, auf das barocke bzw. Rokoko-Erbe der Kurfürsten und Erzbischöfe und überall auf eine große Anzahl Bauten aus weiteren Geschichtsepochen. Entsprechend seiner speziellen Nutzung verlangt jedes Projekt eine individuelle Lösung, welche meist in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz gesucht werden muss. Im Falle des mit Gabionen aus regionaltypischer Grauwacke verkleideten Kellerei-Neubaus bei der Staatlichen Weinbaudomäne Trier-Avelsbach war die LBB-Niederlassung Trier 2013 so erfolgreich, dass dafür sogar eine Auszeichnung der Architektenkammer Rheinland-Pfalz verliehen wurde. Ob ein weiteres Trierer Bauprojekt, der Ersatz einer alten Weinbergsmauer an der viel befahrenen Olewiger Straße, ebenfalls entsprechend gewürdigt werden wird, bleibt abzuwarten. Einen interessanten Diskussionsbeitrag zum Thema Natursteinverwendung, die hier eine natursteinähnliche Verblendung aus Spritzbeton darstellt, liefert es auf jeden Fall.

Zukunftskonzept für die Domäne: Neues Kellereigebäude, stadtnah und weintouristisch ausgerichtet
Nachdem das Land Rheinland-Pfalz sich in den letzten Jahren von einigen seiner Weingüter trennen musste, verblieb die in unmittelbarer Stadtnähe liegende Domäne Avelsbach im Portfolio des Landesbetriebs LBB. Im Wesentlichen sind dies die 1901 – im gefälligen Regionalstil, in Backstein und Fachwerkoptik – erbauten Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude, die Ende der neunziger Jahre umfassend und erfolgreich saniert wurden und unter Denkmalschutz stehen. Im Zusammenhang mit der Aufgabe anderer Produktions- und Weinverkaufsstandorte sowie dem Kultur- und Tourismuskonzept der Stadt Trier ergab sich eine neue wirtschaftliche Perspektive für das Unternehmen, das jetzt als Wirtschaftsbetrieb des Landes mit ökologischer Ausrichtung geführt wird. Es werden u. a. alte Riesling-Sorten kultiviert und der moseltypische Steillagenbau landschaftserhaltend fortgeführt, Weinverkostung und Verkaufsbistro ziehen Besucher an, Seminare finden in der  umgestalteten ehemaligen Fasshalle statt. Zukunftsfähig war der Betrieb jedoch nur mit dem 2010/11 erstellten Betriebsgebäude, das die Umstellung auf modernste Arbeits- und Kellereitechnik erlaubte. Hohe denkmal- und landschaftspflegerische Anforderungen verstanden sich von selbst. Das Projekt wurde ein Erfolg.

Neueste Industrietechnik in „Steinzeit-“Architektur
Die Planer entschieden sich für einen dreifach gegliederten, flachen und langgestreckten Betonbau, dessen Volumen weitgehend im Hang verschwindet und von dem wenig mehr als die gabionenverkleidete 45 Meter lange Südfront erkennbar ist. Erfreulich ist, dass das Gebäude, trotz seiner zu hundert Prozent funktionalen Ausrichtung, noch gute Architektur darstellt. Es nimmt beispielsweise das Lesegut mittig – im Gebäude markiert durch das Pultdach – direkt aus dem oberhalb liegenden Weinberg auf und führt es der Handsortierung, danach automatisch den Keltern und dem Tanklager zu.

Ein gewichtiges Argument für die 60 Zentimeter dicke Natursteinverkleidung der Außenwand (mit Kerndämmung) war die Innentemperatur. „Die große Masse soll gewährleisten, dass sich die optimale Kellertemperatur ohne allzu viel Technik möglichst alleine einstellt“, so die Entwurfsverfasser in ihrer Bewerbung zum Architekturpreis Wein 2013 der Architektenkammer Rheinland-Pfalz.

Wären da nicht die schicken, gestaffelten Betonportale und die grauen Stahlzargen der Fenster, das sich leicht erhebende Pultdach, man könnte das Gebäude als eine moderne Version einer Weinbergs-Trockenmauer interpretieren, die sich beiläufig ins Gelände integriert und vorbehaltlos von Sperlingen und Eidechsen angenommen wird. Auf jeden Fall steht der Bau formenverträglich und landschaftsangepasst da – und es ist ein Markenzeichen für die Domäne geworden. Dies waren wohl auch Argumente, welche die Denkmalpflege überzeugten. Sie nahm lediglich Einfluss auf Details, wie Farbzusammensetzung (rotbunt) und Schichtung des Gesteins.

Rahmenplan sichert schrittweise Rundum-Erneuerung
Für die Zukunft der Domäne, die vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum/ADD Trier, betrieben wird, sind nun bestens die Weichen gestellt. Ein jetzt vom Landesbetrieb LBB ausgearbeiteter Rahmenplan sieht neben Instandsetzungen und Rückbauten, neue  Ergänzungsbauten, Treppen- und Mauersanierungen sowie u. a. eine Änderung der Zuwegung vor. Man kann davon ausgehen, dass diese Maßnahmen, dort wo sich die Handschrift der LBB-Niederlassung Trier durchsetzen kann, in ähnlich bedachtsamer Weise erfolgen, so dass das Ensemble aus preußischen Anfängen und Industriearchitektur des 21. Jahrhunderts, zusammen mit denkmalpflegerischen Restaurierungen und Aufarbeitungen seine Rolle im großen Kulturkonzept der Stadt behaupten kann.

Die neue Stützmauer an der Olewiger Straße
Weit weniger im öffentlichen Bewusstsein als das Domänenensemble, das regionale Landschaftsbild aber nachhaltig bestimmend, stehen die alten Weinbergsmauern aus Naturstein. Wie viele andere, musste auch diejenige an der Olewiger Straße jetzt mangels Standfestigkeit entfernt werden. Nach den heutigen Regelwerken sind die statischen Anforderungen an eine Hang- und Absturzsicherung, wie sie dort erforderlich sind, enorm. Selbst die Möglichkeit des Herabfallens eines Weinbergschleppers auf die Straße wurde in Betracht gezogen. Ein regelrechtes Ingenieurbauwerk ersetzt nun die alte Mauer. Diese kann nur schichtweise von oben abgetragen und muss im gleichen Zug fortschreitend nach unten nachersetzt werden. Metertief reichen horizontale Erdanker in den Hang hinein, die Betonstützmauer verläuft in einem Winkel von circa 20 Grad schräg zur Vertikalen, was neben Material und Größe das gewohnte Erscheinungsbild zusätzlich beeinträchtigt. So stellte sich die Frage der Verwendung von Naturstein als Verblendungsmaterial umso dringender.

Spritzbeton mit Fugenschablone
Im Sommer 2013 wurde mit Vorbereitungen zur Oberflächengestaltung der Stützmauer an der Olewiger Straße begonnen. Mit einer speziellen Spritzbetontechnik wird ein Fugenbild mit der Illusion eines Natursteinmauerwerks erzeugt. Das ausführende Unternehmen hat sich seit ein paar Jahren intensiv mit einer solchen Oberflächengestaltung auseinandergesetzt und kann heute eine Vielfalt von Gestaltungsvarianten realisieren. Eine davon ist die Nachahmung von Natursteinmauern. Während Natursteinmauern und Verblendungen in großflächiger Herstellung sehr teuer sind, ist dieses Relief eine preiswerte Alternative. Der Quadratmeterpreis  liegt bei ca. 170 Euro. Für eine Natursteinverblendung müsste man 280 bis 350 Euro je Quadratmeter rechnen.  Wesentlicher Vorteil des Verfahrens ist auch die kurze Bauzeit, welche in Falle der Olewiger Straße hohe Priorität hatte, um die täglich dort verkehrenden 25.000 Autos zeitlich so kurz wie möglich durch halbseitige Straßensperrung mit Ampelbetrieb zu behindern.

 

Daten und Fakten Kellerei-Neubau Domäne Trier-Avelsbach

Bauherr: Landesbetrieb LBB, Mainz

Planung: Landesbetrieb LBB, Niederlassung Trier

Entwurf: Architektin Dipl.-Ing. Brigitte Coen, Architekt Dipl.-Ing. (FH) Rolf Kuhn

Ausführungsplanung: Frieß + Moster, Freie Architekten Neustadt

Objektüberwachung: Architekten Stein, Hemmes, Wirtz/Kasel

Statik: Dipl.-Ing. (FH) Dieter Lohner, Trier

Prüfstatik: Dipl.-Ing. Horst Barthel, Merzig

Klimasimulation: Dipl.-Ing. (FH) Josef Rittgen, Trier

Ingenieurbauwerke und Vermessung: Dipl.-Ing. Herbert Schmitz, Trier

Baugrunduntersuchung: Grundbaulabor Trier Dipl.-Ing. E. Lehmann Ingenieurgesellschaft mbH, Trier

 

Daten und Fakten Stützmauer an der Olewiger Straße

Bauherr: Landesbetrieb LBB, Mainz

Entwurf, Ausführungsplanung, Objektüberwachung, Baugrunduntersuchung, Statik: Dr. Jung und Lang Ingenieure GmbH, Geotechnik und Umwelt, Saarbrücken

Vermessung: Ing. Büro Scherf, Trierweiler

Bauzeit: 8 Monate

Baukosten: 1,020 Mio. Euro

Video-Link zu Youtube (Spritzbeton-Schablonen-Verfahren)

 

Nachfolgend Fotos der beiden Maßnahmen (alle Fotos Sibylla Hege-Bettac, Landesbetrieb LBB)

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Die Staatsweindomäne Trier Avelsbach mit den denkmalgeschützten Gebäuden aus der Zeit der Jahrhundertwende. Die Domäne ist eine preußische Gründung. Im Hintergrund das ausgezeichnete Kellereigebäude in Natursteinverkleidung

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Eine Rahmenplanung des Landesbetriebs LBB soll die Domäne in den nächsten Jahren baulich weiter aufwerten und ihre Instandhaltung sicherstellen

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Das neue Kellereigebäude mit der Gabionenverkleidung aus rotbunter Grauwacke, den charakteristischen Portalen und mit dem umstrittenen platzierten Kunstobjekt „Kleines Rasenstück“

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Sorgfältig geschichtete Grauwacke im verzinkten Stahldrahtkorb als Fassadenmaterial

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Das Thema Gabionenwände setzt sich in den Weinbergsmauern fort, hier ist das Material etwas grober geschichtet als für die Gebäudewand

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Eidechsen (auch Vögel) haben das neue Habitat schnell angenommen

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Im Alten spiegelt sich das Neue …

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Der Blick in eines der Gästebücher geht 100 Jahre und mehr zurück

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Die Weinkarte des Verkaufsbistros führt ausgezeichnete feine Rieslingweine u. a. aus der Lage  Avelsbacher Hammerstein sowie auch Sekt

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Die Olewiger Straße

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Alt und Neu. Ein Teil Stützmauer an der viel befahrenen Olewiger Straße in Trier wurde bereits saniert. Die Baumaßnahme des Landesbetrieb LBB muss unter voller Verkehrslast abgewickelt werden

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Die Oberfläche der neuen Ingenieurskonstruktion wurde mit einem besonderen Spritzbetonverfahren mithilfe einer Fugen-Schablone und handwerklicher Nachbearbeitung gestaltet. Zumindest für vorbeifahrende Autofahrer könnte das als Natursteinwand durchgehen

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Die alte Mauer, malerisch, aber leider kaputt

 

 

 

 

Staatssekretär Weinberg besucht Baustelle der US-Klinik in Weilerbach

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Beim Neubau des US-Militärkrankenhauses im westpfälzischen Weilerbach ist die Vergabe des Bauauftrags an einen Generalunternehmer für das zweite Quartal 2018 geplant. Der rheinland-pfälzische Finanzstaatssekretär Dr. Stephan Weinberg hat sich auf seiner Sommertour zu bedeutenden staatlichen Bauprojekten am 10. August direkt auf dem Baugelände über die Arbeit des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) informiert.

Weilerbach – Das künftig größte US-Militärhospital außerhalb der Vereinigten Staaten soll die Militärkrankenhäuser in Landstuhl und auf der Airbase Ramstein ersetzen. Es dient der medizinischen Versorgung der US-Militärangehörigen und ihrer Familien in der Military Community Kaiserslautern, das sind rund 60.000 Personen, der Versorgung von rund 200.000 Soldatinnen und Soldaten im aktiven Dienst sowie der aus Einsätzen zurückkehrenden Soldatinnen und Soldaten. Der US-Kongress stellt für den Neubau 990 Mio. Dollar zur Verfügung.

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist dabei für den Bund tätig, über den die US-Streitkräfte das Bauprojekt realisieren lassen. Für die Durchführung dieser Großbaumaßnahme wurde vom Landesbetrieb LBB eigens eine Niederlassung Weilerbach – bisher mit Sitz in Landstuhl – gegründet. Diese ist für die Koordination und Steuerung der Projektbeteiligten zuständig. Hierzu zählen unter anderem  der Generalplaner sowie der Generalunternehmer, der voraussichtlich im zweiten Quartal 2018 beauftragt wird. Die Fachaufsicht liegt beim Amt für Bundesbau des Landes Rheinland-Pfalz (ABB).

Auf dem großen Baugelände sind die Altlastensanierung und die Nivellierung des Baugrundes für die Gebäude inzwischen abgeschlossen. Insgesamt wurden dabei circa 150.000 Kubikmeter Oberboden abgetragen und rund 450.000 Kubikmeter Erde bewegt. Eine Betonfläche wurde errichtet, auf der Baustellenfahrzeuge betankt werden. An der L369 hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) im vergangenen Jahr mit dem Bau eines Verkehrskreisels an der Hauptzufahrt im Westen des Klinikums begonnen. Ende Juli 2017 startete der Bau des  Zugangskontrollpunkts zum Klinikum. Der Baubeginn für den eigentlichen Krankenhauskomplex mit Gesamtabmessungen von rund 600 auf 300 Meter ist für Herbst 2019 geplant.

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Bildunterschrift: Weilerbach Visualisierung Luftaufnahme US-Klinik, Urheber: HOK-HWP-Architekten

Zum Klinikum gehören das medizinische Zentrum zur ambulanten klinischen Versorgung mit Untersuchungs- und Behandlungsräumen, ein medizinisches Zentrum für Diagnose und Behandlung, ein Zentrum Bettenstation mit Normal- und Intensivstation, die Klinikverwaltung, Klinikkapelle, zwei Parkhäuser und ein Hubschraubernotlandeplatz.

Bei der Besichtigung vor Ort zeigte sich Staatssekretär Dr. Weinberg beeindruckt von den Dimensionen. „Der Neubau der US-Klinik in Weilerbach ist mit weitem Abstand das größte Projekt der rheinland-pfälzischen Bauverwaltung im Bereich des Bundesbaus. Es ist ein in seiner Dimension herausragendes Bauprojekt und stellt für den Landesbetrieb LBB eine besondere Herausforderung dar. Auch dank des seit Jahrzehnten ausgezeichneten Verhältnisses zwischen Rheinland-Pfalz und den amerikanischen Streitkräften kann dieses Projekt erfolgreich gemeistert werden“, so Dr. Weinberg.

Die LBB-Niederlassung Weilerbach, bisher in Landstuhl in zwei Gebäuden eingemietet, wird  schon kurzfristig ihre Arbeitsbedingungen verbessern, kündigten LBB-Geschäftsführer Holger Basten und Niederlassungsleiter Winfried Schuch an: „Für die Übergangszeit haben wir im Gebäude der ehemaligen Volks- und Raiffeisenbank in der Kaiserstraße die drei oberen Etagen angemietet.“ Dort gibt es genügend Büroflächen für den weiteren Personalaufbau der Niederlassung, entsprechend den wachsenden Aufgaben beim weiteren Fortschreiten des Projekts. Zudem bietet das VR-Gebäude  ausreichend große Konferenzräume, um größere Baubesprechungen im eigenen Haus abhalten zu können.

„Im Herbst ziehen wir mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort ein“, so Niederlassungsleiter Schuch. „Damit schaffen wir kürzere Wege und Synergien für die nächsten entscheidenden Schritte.“ Schuch bedankte sich bei der Stadt Landstuhl, die die LBB-Niederlassung von Anfang an unterstützt und ihr unter anderem Räumlichkeiten in der Stadthalle für größere Konferenzen zur Verfügung gestellt hat.

Gary Lopez, Programm-Manager für den Neubau der US-Klinik Weilerbach beim U.S. Corps of Engineers, betonte: „Unsere starke Partnerschaft zur deutschen Regierung schätzen wir in hohem Maße. Unsere enge Zusammenarbeit dient der Realisierung von Planung und Bau der US-Klinik sowie der Sicherstellung einer hervorragenden und zukünftige Jahrzehnte überdauernden medizinischen Versorgung für verwundete Soldaten, US-Militärangehörige und deren Familien."

 

 

Landesbetrieb LBB

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist der Immobilien- und Baudienstleister für das Land Rheinland-Pfalz. Rund 1300 Mitarbeiter in landesweit acht regionalen Niederlassungen sowie der Zentrale in Mainz kümmern sich um die Bewirtschaftung und Optimierung des landeseigenen Immobilienbestands nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Der LBB setzt Bauvorhaben des Bundes inklusive der NATO und der Gaststreitkräfte, des Landes und Dritter um. Im wirtschaftlichen Eigentum des LBB befinden sich rund 1.750 Immobilien mit einer Mietfläche von 2,8 Mio. m². Dies sind Bürogebäude wie z.B. Ministerien, Finanzämter und Katasterämter sowie Spezialimmobilien wie z.B. Hochschulen, Justiz-, Polizei-, Forstgebäude, Museen und Schulen. Weiterhin erfolgen Baumaßnahmen für das Land an Burgen und Schlössern sowie für den Bund an Kasernen, Flughäfen und Pipelines.

 

 

 

Kontakt
Claudia Renner

Leiterin Unternehmenskommunikation

Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung Rheinland-Pfalz (LBB)

Zentrale

Rheinstraße 4E

55116 Mainz

 

Telefon: 06131 204 96-146

Fax: 06131 204 96-251

E-Mail: RennerClaudia.Zentrale@LBBnet.de

Internet: www.lbbnet.de

 

 

Ministerin Ahnen und Landesbetrieb LBB nehmen Elektro-Autos in Betrieb

Bildunterschrift: Finanzministerin Doris Ahnen nahm für den Landesbetrieb LBB symbolisch fünf zusätzliche E-Dienstwagen in Betrieb. LBB-Geschäftsführer Holger Basten (links) freut sich, dass künftig jede LBB-Niederlassung ein E-Mobil im Dienstwagenpool hat. Foto: LBB / Kristina Schäfer.
Nach einer erfolgreichen Testphase mit zwei Elektro-Fahrzeugen baut der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) den Einsatz von Dienstwagen mit Elektroantrieb in seinen Dienststellen aus. Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen nahm fünf weitere E-Fahrzeuge für den LBB symbolisch in Betrieb. In den kommenden beiden Jahren will der LBB seine Erfahrungen mit den Kosten sowie der baulichen und technischen Infrastruktur der Landesliegenschaften für Elektromobilität vertiefen.

Mainz – Mit der Bereitstellung von je einem Elektro-Auto für sieben Niederlassungen des Lan-desbetriebs LBB können künftig fast 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch auf ein klimaneutrales  Fahrzeug im Dienstwagenpool zugreifen. Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen sagte bei der symbolischen Inbetriebnahme von fünf Fahrzeugen des Typs BMW i3 auf dem Hof der Mainzer LBB-Niederlassung:  „Der LBB ist die erste Dienststelle der Landesverwaltung, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter flächendeckend Zugriff auf ein E-Dienstfahrzeug haben.  Wir begrüßen und unterstützen die Initiative des LBB zur E-Mobilität auch vor dem Hintergrund der Regelungen im Landesklimaschutzgesetz und dem Ziel, den durchschnittlichen CO2-Ausstoß der Fahrzeugflotten in der Landesverwaltung zu senken. Mit der Errichtung von Ladestationen und den Einsatz von E-Fahrzeugen im Alltagsbetrieb sammelt der LBB wichtige Erfahrungen, von denen künftig auch andere Landesdienststellen profitieren können.“

Zum Start des Pilotprojekts wurde im Herbst 2015 in den LBB-Niederlassungen Mainz und Landau jeweils ein Dieselfahrzeug durch ein Elektromobil vom Typ Nissan Leaf ersetzt. Die Ladestationen wurden jeweils am Stellplatz installiert. Wie erwartet, erwies sich die Reichweite einer vollen Akku-Ladung als bequem ausreichend für das Gros der Dienstfahrten, die sich in der Nah- bis Mitteldistanz bewegen.    

LBB-Geschäftsführer Holger Basten sagte: „Mit der Ausdehnung auch auf die übrigen Niederlassungen in Diez, Idar-Oberstein, Kaiserslautern, Koblenz und Trier wollen wir in den kommenden beiden Jahren unsere Kompetenz in Sachen E-Mobilität vertiefen. Da gehören bauliche und technische Aspekte genauso dazu wie Fragen des Vertragsmanagements und der Wirtschaftlichkeit.  Am Projektende soll ein Abschlussbericht die baufachlichen Grundlagen für einen möglichen weiteren Ausbau der Elektromobilität bündeln.“

Die Akzeptanz bei der LBB-Belegschaft ist gut. Eine sechsmonatige systematische Erhebung unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ergab positive Wertungen insbesondere für das typische zügige Anfahrverhalten des Elektromotors, für Fahrkomfort, Geräuscharmut und den geräumigeren Innenraum im Vergleich zu Kfz mit Verbrennungsmotor. Da der Abstellplatz gleichzeitig der Ladestandort ist, entfallen die Fahrten zur Tankstelle. Nach bisherigen Erfahrungen fallen pro Ladeplatz Investitionskosten von circa 5000 Euro an.  

In Landau wurden zudem Synergien mit selbst erzeugtem Solarstrom untersucht: Der Strom für die Ladestation kommt von einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Carports. Eine projektbezogene Studie des Umweltcampus Birkenfeld der Hochschule Trier ergab, dass durch das Elektrofahrzeug der Eigenverbrauch von Solarstrom gesteigert werden konnte. Der Eigenverbrauch ist heute ein zentrales Kriterium für die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen und wird vom Landesbetrieb LBB bei der Planung von Neubauten und Generalsanierungen regelmäßig geprüft.     

Darüber hinaus ergaben Berechnungen am Beispiel des LBB-Standorts Landau, dass beim Ersatz von einem der elf Dieselfahrzeuge durch ein Elektrofahrzeug der durchschnittliche CO2-Ausstoß des Fahrzeugpools von 104,8 Gramm je Kilometer (g/km) auf 95,7 g/km sinkt. Bei zwei elektrischen Ersatzfahrzeugen werden 86,6 g/km erreicht.    

 

Landesbetrieb LBB

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist der Immobilien- und Baudienstleister für das Land Rheinland-Pfalz. Rund 1300 Mitarbeiter in landesweit acht regionalen Niederlassungen sowie der Zentrale in Mainz kümmern sich um die Bewirtschaftung und Optimierung des landeseigenen Immobilienbestands nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Der LBB setzt Bauvorhaben des Bundes inklusive der NATO und der Gaststreitkräfte, des Landes und Dritter um. Im wirtschaftlichen Eigentum des LBB befinden sich rund 1.750 Immobilien mit einer Mietfläche von 2,8 Mio. m². Dies sind Bürogebäude wie z.B. Ministerien, Finanzämter und Katasterämter sowie Spezialimmobilien wie z.B. Hochschulen, Justiz-, Polizei-, Forstgebäude, Museen und Schulen. Weiterhin erfolgen Baumaßnahmen für das Land an Burgen und Schlössern sowie für den Bund an Kasernen, Flughäfen und Pipelines.

 

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Publikationsdatum: 17.11.2017
© Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), Rheinstraße 4E, 55116 Mainz