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Bundeswehrzentralkrankenhaus: Ministerin Ahnen besichtigt Bauprojekte

Visualisierung des künftigen Parkhauses: GOLDBECK
Vier Neubauten für 46,8 Mio. Euro
Im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz befindet sich das neue 160-Betten-Haus im Endausbau. Für den Neubau eines Parkhauses werden Gründungsarbeiten durchgeführt. Zwei weitere Gebäude, darunter die neue Rettungswache, stehen vor dem Baustart. Auf ihrer Sommertour zu herausragenden Bauprojekten von Bund und Land in Rheinland-Pfalz machte sich Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen am 10. Juli persönlich ein Bild von der baulichen Erneuerung in Deutschlands größtem spezialisiertem Bundeswehr-Krankenhaus.

Koblenz – Zu Beginn des Jahres haben im Bundeswehrzentralkrankenhaus (BwZK) Koblenz die Bauarbeiten für ein neues Parkhaus mit rund 570 Stellplätzen begonnen. Der Bau der neuen Rettungswache sowie eines Unterkunftsgebäudes mit separater Aula für Auszubildende und Lehrgangsteilnehmer starten jetzt im Sommer. Der Neubau des 160-Bettenhauses mit 80 Patientenzimmern soll im Sommer des kommenden Jahres fertiggestellt und an das Klinikum übergeben werden.

Insgesamt sind derzeit Neubau-Investitionen des Bundes in Höhe von rund 46,8 Mio. Euro in der baulichen Umsetzung. Daneben fallen jährlich Investitionen von ca. 5 Mio. Euro für den Bauunterhalt und kleine Baumaßnahmen an. Die Projektdurchführung liegt jeweils beim Landesbetrieb LBB, dessen Niederlassung Koblenz mit einer ständigen Bauleitung am BwZK präsent ist. Die Fachaufsicht hat das Amt für Bundesbau Rheinland-Pfalz (ABB). 

Finanz- und Bauministerin Ahnen sagte: „Das Beispiel des BwZK unterstreicht die Leistungsfähigkeit der vom Bund mit der Umsetzung betrauten rheinland-pfälzischen Bau- und Liegenschaftsverwaltung mit dem Amt für Bundesbau (ABB) und dem Landesbetrieb LBB bei anspruchsvollen Projekten. Die Bauverwaltung ist dabei ein zuverlässiger Partner des Bundes, nicht nur beim weiteren Ausbau des BwZK, und trägt damit auch zur Sicherung der Standorte der Bundeswehr im Land bei. Es ist zu begrüßen, dass dieses wichtige Projekt mit überregionaler Bedeutung – gerade wenn man die Stellung des BwZK als größtem spezialisiertem Bun-deswehr-Krankenhaus betrachtet – nunmehr ebenfalls eine mediale Aufmerksamkeit erfährt, wie dies beim auch durch die rheinland-pfälzische Bau- und Liegenschaftsverwaltung zu realisierenden US-Krankenhaus in Weilerbach der Fall ist.“

Der Geschäftsführer des Landesbetriebs  LBB Holger Basten wies auf den die gute Beteiligung von heimischen Planungsbüros hin. „Sowohl beim 160-Bettenhaus als auch beim Unterkunftsgebäude mit Aula und der Rettungswache: Rheinland-pfälzische Architekten- und Ingenieurbüros konnten sich in den öffentlichen Vergabeverfahren im Wettbewerb um das wirtschaftlichste Angebot vielfach durchsetzen. Das zeigt ihre Leistungsfähigkeit auch bei so anspruchsvollen Projekten, aber auch die Bedeutung der öffentlichen Hand als Auftraggeber für die Bauwirtschaft.“  

Die aktuellen Bauprojekte im Einzelnen:

Neubau 160-Bettenhaus            

Das 160-Bettenhaus ist ein fünfgeschossiger, in Stahlbetonbauweise errichteter Bau, der sich gestalterisch an eines der bestehenden Gebäude mit Pflegestationen anlehnt. Das Erdgeschoss ist rund 58 Meter lang und bis zu 18 Meter breit. Hier sind die Räume für Physio- und Ergotherapie untergebracht, unter anderem ein Therapiebecken. In den vier Obergeschossen befinden sich 80 Patientenzimmer mit 160 Betten. Im nordöstlichen Gebäudeteil sind alle Ebenen vom Untergeschoss bis zum vierten Obergeschoss mit dem Nachbargebäude verbunden, das ebenfalls Pflegestationen beherbergt. Im Untergeschoss ist das Gebäude an die unterirdische Warentransportanlage angeschlossen. Die Fassade ist als Putzfassade mit einem Wär-medämmverbundsystem ausgestattet. Beheizt wird das 160-Bettenhaus über einen indirekten Wärmeversorgungsanschluss aus der Energiezentrale des Krankenhauses. Ein eigenes Blockheizkraftwerk in der Technikzentrale auf dem Dach liefert zusätzlich Wärme und Strom, die übrige Dachfläche wird begrünt.

Gebäudedaten 160-Bettenhaus:  

Nutzfläche: 4.450 m²
Gesamtbaukosten: 26,771 Mio. Euro
Fertigstellung: Sommer 2018

Neubau Parkhaus

Das neue Parkhaus mit 573 Stellplätzen entsteht auf einem bisherigen Besucherparkplatz parallel zur Rübenacher Straße im Nordosten des BwZK-Geländes. Errichtet wird eine Stahlkonstruktion mit Betondecken und ohne störende Stützen innerhalb der Parkdecks. Die Planung sieht einen fünfgeschossigen Bau von 86 Metern Länge und 33 Metern Breite mit zehn versetzten Halbgeschossen (zehn Parkebenen) vor. Die Fassaden bleiben größtenteils offen und werden mit Lamellen aus Metall in drei verschiedenen Grüntönen sowie in Weiß verblendet. Die westliche Fassade zum Klinikum hin wird dagegen mit Fertigelementen aus Beton verkleidet, um Fahrgeräusche abzudämmen. Auch die beiden Treppenhäuser sind aus Beton-Fertigelementen. Im Westen soll eine fußläufige Anbindung von der Ebene vier des Treppenhauses aus über eine Fußgängerbrücke in den höher liegenden Liegenschaftsbereich geschaf-fen werden. Die Planer haben zentrale Kriterien der Leitlinie „Bewertungssystems nachhaltiges Bauen (BNB) für Bundesgebäude“ berücksichtigt: Sparsamer Flächenverbrauch durch Bauen in die Höhe sowie gute Trennbarkeit und Wiederverwertbarkeit der Materialien bei einem Rückbau in ferner Zukunft. 

Gebäudedaten Parkhaus:

Baubeginn: Juli 2017
Nutzfläche: 12.290 m²
Gesamtbaukosten: 7,04 Mio. Euro
Fertigstellung: voraussichtlich Anfang 2018  

Neubau der Rettungswache

Die neue Rettungswache für fünf Einsatzfahrzeuge wird im Osten des Klinikgeländes nördlich vom Hubschrauberlandeplatz angesiedelt sein. Sie besteht aus zwei Gebäudeteilen: Zu der eingeschossigen 4,50 Meter hohen Kfz-Abstellhalle gehören an ihrer Rückseite zwei Geschosse mit Lager- und Technikräumen. Im Süden schließt sich der zweite Gebäudeteil an - ebenfalls zweigeschossig, jedoch aufgrund des abfallenden Geländes 1,50 Meter tiefer liegend. Darin werden die Dienst-, Aufenthalts- und Ruheräume mit Umkleiden, WC und Duschen sowie eine Teeküche untergebracht sein. Die beiden Gebäude sind durch ein Treppenhaus miteinander verbunden. Die Bauweise ist massives Mauerwerk mit Betondecken, Putzfassade und Flachdächern. Gestalterische Akzente setzen die großflächige Verglasung des Treppenhauses und silberfarbene Metall-Paneelen an den Fassaden der Technikbereiche. Besonderes Augenmerk der Planer liegt unter anderem auf dem Kriterium „Aufenthaltsqualität“ nach dem „Bewertungssystem nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude, BNB“: Guter Schall- und Wärmeschutz sowie flächendeckendes WLAN verbessern die Arbeitsumgebung für das Personal.

Gebäudedaten Rettungswache:

Baubeginn: Juli 2017
Gesamtbaukosten: 5,132 Mio. Euro
Nutzfläche: 767,5 m²
Fertigstellung: voraussichtlich Ende 2018

Neues Unterkunftsgebäude mit Aula

Das neue Unterkunftsgebäude wird im Südosten des BwZK-Geländes gebaut. Architektonische Gestaltung und Fassade orientieren sich an dem bestehenden dreiflügeligen Unterkunftskomplex direkt daneben. Im Erdgeschoss und in drei Obergeschossen des Neubaus werden insgesamt 64 Unterkunftsräume mit 13,5 Quadratmetern und jeweils eigener Nasszelle (2,75 Quad-ratmeter) untergebracht. In jedem Geschoss gibt es eine zentral gelegene Teeküche und einen Kleidertrockenraum. Das deutlich kleinere Dachgeschoss wird zurückgesetzt, wodurch der Bau weniger wuchtig erscheint. Es beherbergt die Lüftungszentrale und den Technikraum. Entsprechend dem BNB-Kriterium „Aufenthaltsqualität“ bekommt das Gebäude guten Schall- und Wärmeschutz sowie flächendeckendes WLAN.  

Die Aula wird ein eigenständiger eingeschossiger Gebäudeteil, mit dem Unterkunftsbau durch ein Eingangsbauwerk verbunden. Neben dem Tagungs- und Konferenzraum, der durch mobile Trennwände teilbar ist, befinden sich im Aulagebäude Lagerräume, Sanitär- und Technikräu-me.

Gebäudedaten Unterkunftsgebäude/Aula:

Baubeginn: Juli 2017
Gesamtbaukosten: 8,398 Mio. Euro
Nutzfläche gesamt: 1.421 m²
Fertigstellung: voraussichtlich Dezember 2018

Staatssekretär Weinberg besucht Baustelle der US-Klinik in Weilerbach

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Beim Neubau des US-Militärkrankenhauses im westpfälzischen Weilerbach ist die Vergabe des Bauauftrags an einen Generalunternehmer für das zweite Quartal 2018 geplant. Der rheinland-pfälzische Finanzstaatssekretär Dr. Stephan Weinberg hat sich auf seiner Sommertour zu bedeutenden staatlichen Bauprojekten am 10. August direkt auf dem Baugelände über die Arbeit des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) informiert.

Weilerbach – Das künftig größte US-Militärhospital außerhalb der Vereinigten Staaten soll die Militärkrankenhäuser in Landstuhl und auf der Airbase Ramstein ersetzen. Es dient der medizinischen Versorgung der US-Militärangehörigen und ihrer Familien in der Military Community Kaiserslautern, das sind rund 60.000 Personen, der Versorgung von rund 200.000 Soldatinnen und Soldaten im aktiven Dienst sowie der aus Einsätzen zurückkehrenden Soldatinnen und Soldaten. Der US-Kongress stellt für den Neubau 990 Mio. Dollar zur Verfügung.

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist dabei für den Bund tätig, über den die US-Streitkräfte das Bauprojekt realisieren lassen. Für die Durchführung dieser Großbaumaßnahme wurde vom Landesbetrieb LBB eigens eine Niederlassung Weilerbach – bisher mit Sitz in Landstuhl – gegründet. Diese ist für die Koordination und Steuerung der Projektbeteiligten zuständig. Hierzu zählen unter anderem  der Generalplaner sowie der Generalunternehmer, der voraussichtlich im zweiten Quartal 2018 beauftragt wird. Die Fachaufsicht liegt beim Amt für Bundesbau des Landes Rheinland-Pfalz (ABB).

Auf dem großen Baugelände sind die Altlastensanierung und die Nivellierung des Baugrundes für die Gebäude inzwischen abgeschlossen. Insgesamt wurden dabei circa 150.000 Kubikmeter Oberboden abgetragen und rund 450.000 Kubikmeter Erde bewegt. Eine Betonfläche wurde errichtet, auf der Baustellenfahrzeuge betankt werden. An der L369 hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) im vergangenen Jahr mit dem Bau eines Verkehrskreisels an der Hauptzufahrt im Westen des Klinikums begonnen. Ende Juli 2017 startete der Bau des  Zugangskontrollpunkts zum Klinikum. Der Baubeginn für den eigentlichen Krankenhauskomplex mit Gesamtabmessungen von rund 600 auf 300 Meter ist für Herbst 2019 geplant.

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Bildunterschrift: Weilerbach Visualisierung Luftaufnahme US-Klinik, Urheber: HOK-HWP-Architekten

Zum Klinikum gehören das medizinische Zentrum zur ambulanten klinischen Versorgung mit Untersuchungs- und Behandlungsräumen, ein medizinisches Zentrum für Diagnose und Behandlung, ein Zentrum Bettenstation mit Normal- und Intensivstation, die Klinikverwaltung, Klinikkapelle, zwei Parkhäuser und ein Hubschraubernotlandeplatz.

Bei der Besichtigung vor Ort zeigte sich Staatssekretär Dr. Weinberg beeindruckt von den Dimensionen. „Der Neubau der US-Klinik in Weilerbach ist mit weitem Abstand das größte Projekt der rheinland-pfälzischen Bauverwaltung im Bereich des Bundesbaus. Es ist ein in seiner Dimension herausragendes Bauprojekt und stellt für den Landesbetrieb LBB eine besondere Herausforderung dar. Auch dank des seit Jahrzehnten ausgezeichneten Verhältnisses zwischen Rheinland-Pfalz und den amerikanischen Streitkräften kann dieses Projekt erfolgreich gemeistert werden“, so Dr. Weinberg.

Die LBB-Niederlassung Weilerbach, bisher in Landstuhl in zwei Gebäuden eingemietet, wird  schon kurzfristig ihre Arbeitsbedingungen verbessern, kündigten LBB-Geschäftsführer Holger Basten und Niederlassungsleiter Winfried Schuch an: „Für die Übergangszeit haben wir im Gebäude der ehemaligen Volks- und Raiffeisenbank in der Kaiserstraße die drei oberen Etagen angemietet.“ Dort gibt es genügend Büroflächen für den weiteren Personalaufbau der Niederlassung, entsprechend den wachsenden Aufgaben beim weiteren Fortschreiten des Projekts. Zudem bietet das VR-Gebäude  ausreichend große Konferenzräume, um größere Baubesprechungen im eigenen Haus abhalten zu können.

„Im Herbst ziehen wir mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort ein“, so Niederlassungsleiter Schuch. „Damit schaffen wir kürzere Wege und Synergien für die nächsten entscheidenden Schritte.“ Schuch bedankte sich bei der Stadt Landstuhl, die die LBB-Niederlassung von Anfang an unterstützt und ihr unter anderem Räumlichkeiten in der Stadthalle für größere Konferenzen zur Verfügung gestellt hat.

Gary Lopez, Programm-Manager für den Neubau der US-Klinik Weilerbach beim U.S. Corps of Engineers, betonte: „Unsere starke Partnerschaft zur deutschen Regierung schätzen wir in hohem Maße. Unsere enge Zusammenarbeit dient der Realisierung von Planung und Bau der US-Klinik sowie der Sicherstellung einer hervorragenden und zukünftige Jahrzehnte überdauernden medizinischen Versorgung für verwundete Soldaten, US-Militärangehörige und deren Familien."

 

 

Landesbetrieb LBB

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist der Immobilien- und Baudienstleister für das Land Rheinland-Pfalz. Rund 1300 Mitarbeiter in landesweit acht regionalen Niederlassungen sowie der Zentrale in Mainz kümmern sich um die Bewirtschaftung und Optimierung des landeseigenen Immobilienbestands nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Der LBB setzt Bauvorhaben des Bundes inklusive der NATO und der Gaststreitkräfte, des Landes und Dritter um. Im wirtschaftlichen Eigentum des LBB befinden sich rund 1.750 Immobilien mit einer Mietfläche von 2,8 Mio. m². Dies sind Bürogebäude wie z.B. Ministerien, Finanzämter und Katasterämter sowie Spezialimmobilien wie z.B. Hochschulen, Justiz-, Polizei-, Forstgebäude, Museen und Schulen. Weiterhin erfolgen Baumaßnahmen für das Land an Burgen und Schlössern sowie für den Bund an Kasernen, Flughäfen und Pipelines.

 

 

 

Kontakt
Claudia Renner

Leiterin Unternehmenskommunikation

Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung Rheinland-Pfalz (LBB)

Zentrale

Rheinstraße 4E

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Ministerin Ahnen und Landesbetrieb LBB nehmen Elektro-Autos in Betrieb

Bildunterschrift: Finanzministerin Doris Ahnen nahm für den Landesbetrieb LBB symbolisch fünf zusätzliche E-Dienstwagen in Betrieb. LBB-Geschäftsführer Holger Basten (links) freut sich, dass künftig jede LBB-Niederlassung ein E-Mobil im Dienstwagenpool hat. Foto: LBB / Kristina Schäfer.
Nach einer erfolgreichen Testphase mit zwei Elektro-Fahrzeugen baut der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) den Einsatz von Dienstwagen mit Elektroantrieb in seinen Dienststellen aus. Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen nahm fünf weitere E-Fahrzeuge für den LBB symbolisch in Betrieb. In den kommenden beiden Jahren will der LBB seine Erfahrungen mit den Kosten sowie der baulichen und technischen Infrastruktur der Landesliegenschaften für Elektromobilität vertiefen.

Mainz – Mit der Bereitstellung von je einem Elektro-Auto für sieben Niederlassungen des Lan-desbetriebs LBB können künftig fast 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch auf ein klimaneutrales  Fahrzeug im Dienstwagenpool zugreifen. Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen sagte bei der symbolischen Inbetriebnahme von fünf Fahrzeugen des Typs BMW i3 auf dem Hof der Mainzer LBB-Niederlassung:  „Der LBB ist die erste Dienststelle der Landesverwaltung, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter flächendeckend Zugriff auf ein E-Dienstfahrzeug haben.  Wir begrüßen und unterstützen die Initiative des LBB zur E-Mobilität auch vor dem Hintergrund der Regelungen im Landesklimaschutzgesetz und dem Ziel, den durchschnittlichen CO2-Ausstoß der Fahrzeugflotten in der Landesverwaltung zu senken. Mit der Errichtung von Ladestationen und den Einsatz von E-Fahrzeugen im Alltagsbetrieb sammelt der LBB wichtige Erfahrungen, von denen künftig auch andere Landesdienststellen profitieren können.“

Zum Start des Pilotprojekts wurde im Herbst 2015 in den LBB-Niederlassungen Mainz und Landau jeweils ein Dieselfahrzeug durch ein Elektromobil vom Typ Nissan Leaf ersetzt. Die Ladestationen wurden jeweils am Stellplatz installiert. Wie erwartet, erwies sich die Reichweite einer vollen Akku-Ladung als bequem ausreichend für das Gros der Dienstfahrten, die sich in der Nah- bis Mitteldistanz bewegen.    

LBB-Geschäftsführer Holger Basten sagte: „Mit der Ausdehnung auch auf die übrigen Niederlassungen in Diez, Idar-Oberstein, Kaiserslautern, Koblenz und Trier wollen wir in den kommenden beiden Jahren unsere Kompetenz in Sachen E-Mobilität vertiefen. Da gehören bauliche und technische Aspekte genauso dazu wie Fragen des Vertragsmanagements und der Wirtschaftlichkeit.  Am Projektende soll ein Abschlussbericht die baufachlichen Grundlagen für einen möglichen weiteren Ausbau der Elektromobilität bündeln.“

Die Akzeptanz bei der LBB-Belegschaft ist gut. Eine sechsmonatige systematische Erhebung unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ergab positive Wertungen insbesondere für das typische zügige Anfahrverhalten des Elektromotors, für Fahrkomfort, Geräuscharmut und den geräumigeren Innenraum im Vergleich zu Kfz mit Verbrennungsmotor. Da der Abstellplatz gleichzeitig der Ladestandort ist, entfallen die Fahrten zur Tankstelle. Nach bisherigen Erfahrungen fallen pro Ladeplatz Investitionskosten von circa 5000 Euro an.  

In Landau wurden zudem Synergien mit selbst erzeugtem Solarstrom untersucht: Der Strom für die Ladestation kommt von einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Carports. Eine projektbezogene Studie des Umweltcampus Birkenfeld der Hochschule Trier ergab, dass durch das Elektrofahrzeug der Eigenverbrauch von Solarstrom gesteigert werden konnte. Der Eigenverbrauch ist heute ein zentrales Kriterium für die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen und wird vom Landesbetrieb LBB bei der Planung von Neubauten und Generalsanierungen regelmäßig geprüft.     

Darüber hinaus ergaben Berechnungen am Beispiel des LBB-Standorts Landau, dass beim Ersatz von einem der elf Dieselfahrzeuge durch ein Elektrofahrzeug der durchschnittliche CO2-Ausstoß des Fahrzeugpools von 104,8 Gramm je Kilometer (g/km) auf 95,7 g/km sinkt. Bei zwei elektrischen Ersatzfahrzeugen werden 86,6 g/km erreicht.    

 

Landesbetrieb LBB

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist der Immobilien- und Baudienstleister für das Land Rheinland-Pfalz. Rund 1300 Mitarbeiter in landesweit acht regionalen Niederlassungen sowie der Zentrale in Mainz kümmern sich um die Bewirtschaftung und Optimierung des landeseigenen Immobilienbestands nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Der LBB setzt Bauvorhaben des Bundes inklusive der NATO und der Gaststreitkräfte, des Landes und Dritter um. Im wirtschaftlichen Eigentum des LBB befinden sich rund 1.750 Immobilien mit einer Mietfläche von 2,8 Mio. m². Dies sind Bürogebäude wie z.B. Ministerien, Finanzämter und Katasterämter sowie Spezialimmobilien wie z.B. Hochschulen, Justiz-, Polizei-, Forstgebäude, Museen und Schulen. Weiterhin erfolgen Baumaßnahmen für das Land an Burgen und Schlössern sowie für den Bund an Kasernen, Flughäfen und Pipelines.

 

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Publikationsdatum: 18.11.2017
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