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Ministerin Ahnen: Land steht zu seiner Verantwortung für das römische UNESCO-Welterbe in Trier

Porta Nigra Trier, Dachaufsicht, Fotograf: Dr. Walter Hartleitner
Managementplan „Bauen“ vorgestellt
Die römischen Kaiserthermen in Trier werden in den kommenden Jahren gegen drohenden Substanzverlust gesichert und der barrierefreie Zugang für Besucher weiter ausgebaut. Die monumentale Ruine der im 4. Jahrhundert erbauten Badeanlage für die Hofgesellschaft des römischen Trier (Augusta Treverorum) soll in mehreren Abschnitten restauriert werden. Die Maßnahmen sind Teil des Managementplans „Bauen“ für den Erhalt und die öffentliche Vermittlung der römischen UNESCO-Welterbestätten in Trier. Die Kaiserthermen, die Porta Nigra und die Konstantin-Basilika sind seit 1986 als Weltkulturerbe anerkannt. Der vom Finanz- und Bauministerium vorgelegte Managementplan „Bauen“ umfasst in Abstimmung mit der GDKE als Oberer Landesbehörde sowie dem Landesbetrieb LBB die Sicherung und Restaurierung von sechs überregional bedeutenden Römerbauten des Landes.

Die rheinland-pfälzische Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen stellte das Konzept  bei einer Pressekonferenz am 9. April gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Trier, Wolfram Leibe, dem Generaldirektor Kulturelles Erbe, Thomas Metz, und dem Niederlassungsleiter des Landesbetriebes Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), Reinhard Simon, in Trier vor.

Die Ministerin hob die Bedeutung der Römerbauten für die Stadt hervor und bekannte sich zur Verantwortung des Landes: „Bis heute ist erkennbar, dass Trier  einst zu den größten Städten des Römischen Reichs gehörte. Durch die Vielzahl, die Größe und die bauliche Qualität der erhaltenen Denkmäler bietet Trier ein hervorragendes Zeugnis der Römerzeit und lockt damit zahlreiche Besucher an.

Schönes Zeichen dieser besonderen Bedeutung ist übrigens auch, dass das Land Rheinland-Pfalz im Jahre 2017 auf der 2-Euro-Gedenkmünze durch die Porta Nigra repräsentiert wird.

Das Land ist sich seiner Verantwortung für dieses Welterbe und der damit verbundenen Verpflichtungen in den kommenden Jahren bewusst. Bisher wurden von Seiten des Landes durch die Bestandsaufnahmen an den Barbarathermen, dem Amphitheater, den Kaiserthermen und der Porta Nigra mit hohem finanziellen Aufwand belastbare Grundlagen für die anstehenden Restaurierungs- und  Sanierungsmaßnahmen geschaffen. Die Restaurierung der Igeler Säule wird Ende Juni abgeschlossen sein  und mit der Sanierung des Amphitheaters wurde bereits begonnen - mehrere Arena-Zugänge wurden hier schon saniert. Alle diese Maßnahmen sind Teil des Managementplans „Bauen“, der für die nächste Dekade die weiteren Schritte definiert und für dessen Umsetzung das Land auch künftig den jährlichen Bedarf von 2 bis 3 Mio. Euro zum Erhalt der Römerbauten in Trier finanziert.“

Thomas Metz, Generaldirektor Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, dankte Finanzministerin Doris Ahnen: „Das Land leistet hier einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung des kulturellen Erbes und zur Vermittlung dieser einmaligen Stätten auch für kommende Generationen. Dafür ein herzliches Dankeschön!“

Der Oberbürgermeister der Stadt Trier, Wolfram Leibe betonte: „Trier kann mit den römischen Kulturdenkmälern Alleinstellungsmerkmale für sich beanspruchen, die die Stadt zu etwas ganz Besonderem machen. Die Triererinnen und Trierer sind stolz auf  ihr geschichtliches Erbe und freuen sich, dass Millionen von Besuchern in die älteste Stadt Deutschlands kommen, um die herausragenden steinernen Zeugen aus römischer Zeit zu bestaunen. Dass sich die Landesregierung diesem Erbe verpflichtet sieht und die Unesco-Welterbe-Stätten mit hohem finanziellen Aufwand saniert, ist ein weiteres Geschenk für die Stadt und verdient große Anerkennung.“

Mechthild Neyses-Eiden, stellvertretende Direktorin des Rheinischen Landesmuseum Trier, bemerkt: „Baubegleitende archäologische Untersuchungen im Amphitheater bestätigten jüngst die stadtgeschichtlich so bedeutenden Zusammenhänge zwischen der Trierer Stadtmauer und dem Amphitheater. Außerdem haben aktuelle archäologische Beobachtungen in den Kaiserthermen die Diskussion zur Vollendung der Kaiserthermen neu angefacht und lassen Zweifel an der Interpretation der späteren Nutzung aufkommen. Studien zur spätantiken Stadtentwicklung vernetzen die aktuellen Ergebnisse und belegen einmal mehr die überregionale wissenschaftliche Bedeutung Triers.“

Zuständig für die Umsetzung der Sanierungsschritte ist der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung LBB. „Der Umgang mit Baudenkmälern und Ruinen ist für uns ein besonderes Thema“, betont der Leiter der LBB-Niederlassung Trier, Reinhard Simon. „Für das Land arbeiten wir meistens für staatliche Zwecke und heutige Nutzer: Wir bauen, sanieren, erweitern zum Beispiel Ministerien, Forstämter, Polizeidienststellen oder Hochschulen. Doch an Denkmälern wie den Römerbauten lautet die Aufgabe: Behutsam bewahren, möglichst getreu dem Original. Genau das tun wir zusammen mit Archäologen, Denkmalexperten und den von uns beauftragten freiberuflichen Restauratoren. Wer sich auf so einer Baustelle umhört, merkt: Für diese Aufgabe muss man brennen, man braucht Leidenschaft und Fingerspitzengefühl. Alle Beteiligten wissen: Sie leisten nur einen kurzen Beitrag in einer langen Kette von Generationen. Aber sie tun es, damit solche Bauwerke den heutigen Besuchern, aber auch unseren Enkeln und Urenkeln etwas erzählen können aus der Zeit, als sie gebaut worden sind.“

Die Projekte im Einzelnen:

Kaiserthermen
Kaiser-Thermen Trier, Fotograf: Martino la Torre Befahrung der Wandfläche mit einem Hubsteiger, Fotograf: Martino la Torre An den Kaiserthermen befindet sich die archäologische und restauratorische Bestandsaufnahme in ihrer Endphase. Seit 2010 werden die Reste der – nach bisherigem Stand der Forschung – unvollendet gebliebenen Badepaläste sowie der späteren Nutzungen und Umbauten räumlich exakt vermessen, die Bau- und Restaurierungsphasen kartiert und auf Schäden untersucht. Restauratorische Verfahren werden auf Testflächen erprobt.

Im Rahmen der Bestandsaufnahme wurde 2013 auch die Statik in den Blick genommen. Die Begutachtung ergab unter anderem am Caldarium (Warmwasserbad) und in den Kellergängen akuten Handlungsbedarf zur Wahrung der Verkehrssicherheit. GDKE und Landesbetrieb LBB reagierten umgehend. Der angrenzende Fahrradweg wurde für den Verkehr und gefährdete Bereiche im Inneren der Anlage wurden für Besucher gesperrt. Schäden wurden untersucht und ein Konzept für die Restaurierung und Sanierung erarbeitet.

Das Caldarium mit seiner bis zu 19 Meter hoch aufragenden Mauer wurde teilweise eingerüstet. Das Gerüst steht frei vor dem Mauerwerk, so dass es die Bausubstanz nicht belastet. Gleichzeitig schützt es sie vor Witterungseinflüssen und dient den Restauratoren als Arbeitsgerüst. Derzeit laufen die Arbeiten zur Verkehrssicherung.

In überlappenden Bauphasen werden zuerst das Caldarium, später das Tepidarium (Warmluftbad) sowie das Frigidarium (Kaltbad) und die Kellerräume abschnittweise saniert. Die barrierefreie Erschließung für Besucher soll verbessert werden.

Porta Nigra
Porta Nigra Trier, Blick aus Westen, Fotograf: Dr. Walter Hartleitner Für das nördliche Stadttor des römischen Trier aus dem 2. Jahrhundert soll bis Ende 2017 die Bedarfsplanung erfolgen und eine Bauunterlage über die erforderlichen Maßnahmen erstellt werden, welche dann von 2020 an in mehreren Phasen umgesetzt werden könnten. Grundlage hierfür bildet eine Bestands- und Schadensaufnahme für 1,2 Millionen Euro, die seit 2012 und bis Ende 2015 erarbeitet wird.

Das Restaurierungskonzept sieht vor, beginnend am südlichen Torhaus, die sogenannten schwarzen Krusten auf der Oberfläche des Kordeler Sandsteins mit Laser- und Partikelstrahlverfahren zu reduzieren, um langfristig gravierende Schädigungen des Natursteins zu verhindern. Da; wo schwarze Krusten besonders dicht sind, besteht die Gefahr, dass Feuchtigkeit die originale Bausubstanz angreift und Reliefs oder Bildornamente Schaden leiden. Darüber hinaus werden in früheren Sanierungsphasen nicht fachgerecht eingesetzte Mörtel und Verfugungen behutsam entfernt und durch denkmalgerechte Materialien ersetzt. Auch die Dacheindeckung muss voraussichtlich erneuert werden.

Die Sanierungsphasen sind so angelegt, dass das international bekannte Wahrzeichen der Stadt zu keinem Zeitpunkt vollständig eingerüstet sein wird.

Igeler Säule
Igeler Säule vor der Sanierung, Foto: Landesbetrieb LBB Igeler Säule, Bekrönung nach der Reinigung, Foto: Landesbetrieb LBB Die Igeler Säule aus ist das größte an Ort und Stelle erhaltene römische Grabmonument nördlich der Alpen. Vermutlich wegen ihrer imposanten Größe war die Säule schon im Mittelalter bekannt. So geht der heutige Ortsname Igel wohl auf den lateinischen Begriff für Obelisk (Aquila) zurück, ein Ort Aquila ist bereits 929 erwähnt. Die 2014 begonnene Restaurierung der aus Sandstein erbauten Säule wird bei entsprechenden Witterungsbedingungen im Sommer 2015 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten liegen bei 275.000 Euro.

Die Oberflächen des Sand-Werksteins werden gereinigt, schwarze Krusten mit Lasertechnik reduziert und Fehlstellen im Stein mit Spezialmörtel ergänzt. Ergänzungen aus der jüngsten, äußerst qualitätvollen Restaurierung Mitte der 1980er-Jahre werden überarbeitet. Vorausgegangen ist eine restauratorische Bestandsaufnahme inklusive einer maßstabsgetreuen, räumlich entzerrten Fotodokumentation (sog. Photogrammetrie).

Das Umfeld des Denkmals wurde 1908 als terrassierte Parkanlage gestaltet, um von allen Seiten einen freien Blick auf die gut erhaltenen Reliefs zu ermöglichen.

Vorhandene Treppen, Mauern und Geländer werden saniert und die gärtnerischen Flächen nach einem neuen Konzept bepflanzt. Das geschieht in Abstimmung mit den Maßnahmen der Ortsgemeinde Igel zur Umfeldsanierung der Säule für Gesamtkosten von rund 125.000 Euro, die aus dem europäischen LEADER-Fonds für den ländlichen Raum mit rund 58.000 Euro bezuschusst werden.

Amphitheater
Amphietheater Trier, Blick in die Arena, Foto: Landesbetrieb LBB Amphietheater Trier, Restaurierung, Foto: Landesbetrieb LBB Das um das Jahr 100 errichtete Amphitheater am Hang des Petrisbergs ist das älteste Trierer Römerbau-Denkmal. Rund um die 75 mal 50 Meter messende ovale Arena fanden bis zu 18.000 Zuschauer Platz. Auch heute finden dort Kulturveranstaltungen statt.

 Im Zentrum des ersten Bauabschnitts stehen Sicherung und Restaurierung an den torbogenförmigen Zugängen zur Arena. Die Zugänge werden Vomitorien genannt, weil es von den gegenüberliegenden Rängen so aussieht, als würden sie die in die Arena strömenden Zuschauer „ausspeien“. An dem westlichen Vomitorium des Nordtors wurde die darüber liegende sogenannte „Weinbergsmauer“ - vermutlich im frühen 19. Jahrhundert erbaut – vorsichtig teilweise abgetragen, da sie stark einsturzgefährdet und nicht reparabel war. Das Rheinische Landesmuseum Trier führt parallel dazu auf dem oberen Plateau des Vomitoriums 5 archäologische Grabungen durch.

Beginnend in diesem Jahr soll der Wiederaufbau der Vomitoriumsaufmauerung mittels einer zusätzlichen Verschleißschicht zum Schutz der römischen Bausubstanz erfolgen. Der im Grundriss südlich abknickende Bereich der noch vorhandenen Weinbergsmauer kann mit Erd- und Stahlankern stabilisiert werden. An zwei weiteren Vomitorien am Südtor wurde in den vergangenen beiden Jahren das Mauerwerk restauratorisch saniert und statisch gesichert.

In einem der beiden tunnelartig angelegten Vomitorien im Hang der Cavea (Zuschauerränge) haben sich Reste römischer Putze und Malereien erhalten. Sie werden abschnittweise gesichert und konserviert.

Darüber hinaus steht in den nächsten Jahren die Sanierung des Arena-Umgangs zwischen Arenamauer und Zuschauerrängen an.

Barbarathermen
Die Barbarathermen, entstanden in der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts, sind  deutlich älter als die Kaiserthermen und wurden rund 300 Jahre lang für den Badebetrieb genutzt. Mit einer Grundfläche von rund 42.500 Quadratmetern zu ihrer Erbauungszeit handelt sich um die größte Römertherme nördlich der Alpen und die drittgrößte überhaupt. Ihren Namen erhielt sie im Mittelalter nach einem früheren Vorort Triers um die Pfarrkirche St. Barbara.

Auf dem Ruinengelände erstellt die GDKE zurzeit einen Steg mit Informationstafeln für Besucher und Touristen. Dieses Projekt der Geschichtsvermittlung wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.

Darüber hinaus liegt bei den Barbarathermen der Schwerpunkt auf Schutz und Sicherung der römischen Bausubstanz. Das Installieren von Überdachungen und das planvolle Überdecken der archäologischen Befunde mit Erdreich bewahren das Denkmal für die Zukunft.

Konstantin-Basilika
Römische Konstantinbasilika und Kurfürstliches Palais Trier, Feuerwehraufstell-Test, Foto: Landesbetrieb LBB Basilika Trier, Blick in das Innere der Orgel, Foto: Landesbetrieb LBB An der Konstantin-Basilika stehen die Umsetzung eines Brandschutzkonzepts und der Umbau der WC-Anlagen in der evangelischen Tageskirche im Gebäudeteil Kurfürstliches Palais mit Kosten von rund 430.000 Euro an. Perspektivisch rückt die Erneuerung des Ziegeldachs auf die Agenda. Welcher Handlungsbedarf hier konkret besteht, wird in den kommenden beiden Jahren geklärt.

Die Konstantin-Basilika geht auf eine Palastaula des 4. Jahrhunderts zurück. Es ist der größte erhaltene Saalbau der Antike. Im 17. Jahrhundert wurde er teilweise abgebrochen und in den Neubau des kurfürstlichen Palastes integriert. Ihre heutige Gestalt verdankt die Konstantin-Basilika ihrem Wiederaufbau unter der preußischen Herrschaft im 19. Jahrhundert, an dem sich auch der Wiederaufbau nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs orientierte. Aus römischer Zeit erhalten sind die Apsis, die Westwand sowie Spuren von römischen Fassadenmalereien an der West- und Nordfassade. Unterhalb der Fußbodenheizung befinden sich Mauerreste von Vorgängerbauten.

 

Für Rückfragen:

Matthias Weber
Pressestelle
Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz
Festung Ehrenbreitstein
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Telefon 0261 6675-4149
Fax 0261 6675-4145
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pressegdke.rlp.de

 

Claudia Renner
Leiterin Unternehmenskommunikation
Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung Rheinland-Pfalz (LBB)
Rheinstraße 4E (Malakoff Passage)
55116 Mainz
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Staatssekretär Weinberg besucht Baustelle der US-Klinik in Weilerbach

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Beim Neubau des US-Militärkrankenhauses im westpfälzischen Weilerbach ist die Vergabe des Bauauftrags an einen Generalunternehmer für das zweite Quartal 2018 geplant. Der rheinland-pfälzische Finanzstaatssekretär Dr. Stephan Weinberg hat sich auf seiner Sommertour zu bedeutenden staatlichen Bauprojekten am 10. August direkt auf dem Baugelände über die Arbeit des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) informiert.

Weilerbach – Das künftig größte US-Militärhospital außerhalb der Vereinigten Staaten soll die Militärkrankenhäuser in Landstuhl und auf der Airbase Ramstein ersetzen. Es dient der medizinischen Versorgung der US-Militärangehörigen und ihrer Familien in der Military Community Kaiserslautern, das sind rund 60.000 Personen, der Versorgung von rund 200.000 Soldatinnen und Soldaten im aktiven Dienst sowie der aus Einsätzen zurückkehrenden Soldatinnen und Soldaten. Der US-Kongress stellt für den Neubau 990 Mio. Dollar zur Verfügung.

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist dabei für den Bund tätig, über den die US-Streitkräfte das Bauprojekt realisieren lassen. Für die Durchführung dieser Großbaumaßnahme wurde vom Landesbetrieb LBB eigens eine Niederlassung Weilerbach – bisher mit Sitz in Landstuhl – gegründet. Diese ist für die Koordination und Steuerung der Projektbeteiligten zuständig. Hierzu zählen unter anderem  der Generalplaner sowie der Generalunternehmer, der voraussichtlich im zweiten Quartal 2018 beauftragt wird. Die Fachaufsicht liegt beim Amt für Bundesbau des Landes Rheinland-Pfalz (ABB).

Auf dem großen Baugelände sind die Altlastensanierung und die Nivellierung des Baugrundes für die Gebäude inzwischen abgeschlossen. Insgesamt wurden dabei circa 150.000 Kubikmeter Oberboden abgetragen und rund 450.000 Kubikmeter Erde bewegt. Eine Betonfläche wurde errichtet, auf der Baustellenfahrzeuge betankt werden. An der L369 hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) im vergangenen Jahr mit dem Bau eines Verkehrskreisels an der Hauptzufahrt im Westen des Klinikums begonnen. Ende Juli 2017 startete der Bau des  Zugangskontrollpunkts zum Klinikum. Der Baubeginn für den eigentlichen Krankenhauskomplex mit Gesamtabmessungen von rund 600 auf 300 Meter ist für Herbst 2019 geplant.

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Bildunterschrift: Weilerbach Visualisierung Luftaufnahme US-Klinik, Urheber: HOK-HWP-Architekten

Zum Klinikum gehören das medizinische Zentrum zur ambulanten klinischen Versorgung mit Untersuchungs- und Behandlungsräumen, ein medizinisches Zentrum für Diagnose und Behandlung, ein Zentrum Bettenstation mit Normal- und Intensivstation, die Klinikverwaltung, Klinikkapelle, zwei Parkhäuser und ein Hubschraubernotlandeplatz.

Bei der Besichtigung vor Ort zeigte sich Staatssekretär Dr. Weinberg beeindruckt von den Dimensionen. „Der Neubau der US-Klinik in Weilerbach ist mit weitem Abstand das größte Projekt der rheinland-pfälzischen Bauverwaltung im Bereich des Bundesbaus. Es ist ein in seiner Dimension herausragendes Bauprojekt und stellt für den Landesbetrieb LBB eine besondere Herausforderung dar. Auch dank des seit Jahrzehnten ausgezeichneten Verhältnisses zwischen Rheinland-Pfalz und den amerikanischen Streitkräften kann dieses Projekt erfolgreich gemeistert werden“, so Dr. Weinberg.

Die LBB-Niederlassung Weilerbach, bisher in Landstuhl in zwei Gebäuden eingemietet, wird  schon kurzfristig ihre Arbeitsbedingungen verbessern, kündigten LBB-Geschäftsführer Holger Basten und Niederlassungsleiter Winfried Schuch an: „Für die Übergangszeit haben wir im Gebäude der ehemaligen Volks- und Raiffeisenbank in der Kaiserstraße die drei oberen Etagen angemietet.“ Dort gibt es genügend Büroflächen für den weiteren Personalaufbau der Niederlassung, entsprechend den wachsenden Aufgaben beim weiteren Fortschreiten des Projekts. Zudem bietet das VR-Gebäude  ausreichend große Konferenzräume, um größere Baubesprechungen im eigenen Haus abhalten zu können.

„Im Herbst ziehen wir mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort ein“, so Niederlassungsleiter Schuch. „Damit schaffen wir kürzere Wege und Synergien für die nächsten entscheidenden Schritte.“ Schuch bedankte sich bei der Stadt Landstuhl, die die LBB-Niederlassung von Anfang an unterstützt und ihr unter anderem Räumlichkeiten in der Stadthalle für größere Konferenzen zur Verfügung gestellt hat.

Gary Lopez, Programm-Manager für den Neubau der US-Klinik Weilerbach beim U.S. Corps of Engineers, betonte: „Unsere starke Partnerschaft zur deutschen Regierung schätzen wir in hohem Maße. Unsere enge Zusammenarbeit dient der Realisierung von Planung und Bau der US-Klinik sowie der Sicherstellung einer hervorragenden und zukünftige Jahrzehnte überdauernden medizinischen Versorgung für verwundete Soldaten, US-Militärangehörige und deren Familien."

 

 

Landesbetrieb LBB

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist der Immobilien- und Baudienstleister für das Land Rheinland-Pfalz. Rund 1300 Mitarbeiter in landesweit acht regionalen Niederlassungen sowie der Zentrale in Mainz kümmern sich um die Bewirtschaftung und Optimierung des landeseigenen Immobilienbestands nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Der LBB setzt Bauvorhaben des Bundes inklusive der NATO und der Gaststreitkräfte, des Landes und Dritter um. Im wirtschaftlichen Eigentum des LBB befinden sich rund 1.750 Immobilien mit einer Mietfläche von 2,8 Mio. m². Dies sind Bürogebäude wie z.B. Ministerien, Finanzämter und Katasterämter sowie Spezialimmobilien wie z.B. Hochschulen, Justiz-, Polizei-, Forstgebäude, Museen und Schulen. Weiterhin erfolgen Baumaßnahmen für das Land an Burgen und Schlössern sowie für den Bund an Kasernen, Flughäfen und Pipelines.

 

 

 

Kontakt
Claudia Renner

Leiterin Unternehmenskommunikation

Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung Rheinland-Pfalz (LBB)

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Ministerin Ahnen und Landesbetrieb LBB nehmen Elektro-Autos in Betrieb

Bildunterschrift: Finanzministerin Doris Ahnen nahm für den Landesbetrieb LBB symbolisch fünf zusätzliche E-Dienstwagen in Betrieb. LBB-Geschäftsführer Holger Basten (links) freut sich, dass künftig jede LBB-Niederlassung ein E-Mobil im Dienstwagenpool hat. Foto: LBB / Kristina Schäfer.
Nach einer erfolgreichen Testphase mit zwei Elektro-Fahrzeugen baut der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) den Einsatz von Dienstwagen mit Elektroantrieb in seinen Dienststellen aus. Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen nahm fünf weitere E-Fahrzeuge für den LBB symbolisch in Betrieb. In den kommenden beiden Jahren will der LBB seine Erfahrungen mit den Kosten sowie der baulichen und technischen Infrastruktur der Landesliegenschaften für Elektromobilität vertiefen.

Mainz – Mit der Bereitstellung von je einem Elektro-Auto für sieben Niederlassungen des Lan-desbetriebs LBB können künftig fast 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch auf ein klimaneutrales  Fahrzeug im Dienstwagenpool zugreifen. Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen sagte bei der symbolischen Inbetriebnahme von fünf Fahrzeugen des Typs BMW i3 auf dem Hof der Mainzer LBB-Niederlassung:  „Der LBB ist die erste Dienststelle der Landesverwaltung, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter flächendeckend Zugriff auf ein E-Dienstfahrzeug haben.  Wir begrüßen und unterstützen die Initiative des LBB zur E-Mobilität auch vor dem Hintergrund der Regelungen im Landesklimaschutzgesetz und dem Ziel, den durchschnittlichen CO2-Ausstoß der Fahrzeugflotten in der Landesverwaltung zu senken. Mit der Errichtung von Ladestationen und den Einsatz von E-Fahrzeugen im Alltagsbetrieb sammelt der LBB wichtige Erfahrungen, von denen künftig auch andere Landesdienststellen profitieren können.“

Zum Start des Pilotprojekts wurde im Herbst 2015 in den LBB-Niederlassungen Mainz und Landau jeweils ein Dieselfahrzeug durch ein Elektromobil vom Typ Nissan Leaf ersetzt. Die Ladestationen wurden jeweils am Stellplatz installiert. Wie erwartet, erwies sich die Reichweite einer vollen Akku-Ladung als bequem ausreichend für das Gros der Dienstfahrten, die sich in der Nah- bis Mitteldistanz bewegen.    

LBB-Geschäftsführer Holger Basten sagte: „Mit der Ausdehnung auch auf die übrigen Niederlassungen in Diez, Idar-Oberstein, Kaiserslautern, Koblenz und Trier wollen wir in den kommenden beiden Jahren unsere Kompetenz in Sachen E-Mobilität vertiefen. Da gehören bauliche und technische Aspekte genauso dazu wie Fragen des Vertragsmanagements und der Wirtschaftlichkeit.  Am Projektende soll ein Abschlussbericht die baufachlichen Grundlagen für einen möglichen weiteren Ausbau der Elektromobilität bündeln.“

Die Akzeptanz bei der LBB-Belegschaft ist gut. Eine sechsmonatige systematische Erhebung unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ergab positive Wertungen insbesondere für das typische zügige Anfahrverhalten des Elektromotors, für Fahrkomfort, Geräuscharmut und den geräumigeren Innenraum im Vergleich zu Kfz mit Verbrennungsmotor. Da der Abstellplatz gleichzeitig der Ladestandort ist, entfallen die Fahrten zur Tankstelle. Nach bisherigen Erfahrungen fallen pro Ladeplatz Investitionskosten von circa 5000 Euro an.  

In Landau wurden zudem Synergien mit selbst erzeugtem Solarstrom untersucht: Der Strom für die Ladestation kommt von einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Carports. Eine projektbezogene Studie des Umweltcampus Birkenfeld der Hochschule Trier ergab, dass durch das Elektrofahrzeug der Eigenverbrauch von Solarstrom gesteigert werden konnte. Der Eigenverbrauch ist heute ein zentrales Kriterium für die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen und wird vom Landesbetrieb LBB bei der Planung von Neubauten und Generalsanierungen regelmäßig geprüft.     

Darüber hinaus ergaben Berechnungen am Beispiel des LBB-Standorts Landau, dass beim Ersatz von einem der elf Dieselfahrzeuge durch ein Elektrofahrzeug der durchschnittliche CO2-Ausstoß des Fahrzeugpools von 104,8 Gramm je Kilometer (g/km) auf 95,7 g/km sinkt. Bei zwei elektrischen Ersatzfahrzeugen werden 86,6 g/km erreicht.    

 

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Publikationsdatum: 19.11.2017
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