Experten für Immobilien- und Baumanagement in RLP
Startseite | Sitemap | Links
Logo - Landesbetrieb LBB
Fotos: Finanzamt Landau
Über uns | Leistungen | Immobilienangebote | Ausschreibungen | Presse, Infos | Karriere | Kontakte | English | Mobile Startseite
Logo: Rheinland-Pfalz


Sanierung der Igeler Säule geht 2015 weiter

Foto: Die Igeler Säule als Dekoration einer Kaffeekanne, Quelle: Stadtmuseum Simeonstift
Igel – Die Sanierungsarbeiten an der Igeler Säule sind in die Winterpause gegangen: Für bestimmte Konservierungsverfahren ist es inzwischen zu kalt. Die Arbeiten werden im Frühjahr 2015 fortgesetzt. Sollten die Temperaturen es zulassen, ist geplant, das Gerüst bis spätestens Juni abzubauen. Das teilen die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) und der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) mit. Das Baugerüst an dem vor mehr als 1700 Jahren an Ort und Stelle errichteten Grabmal einer wohlhabenden römischen Familie, seit 1986 Weltkulturerbe der UNESCO, bleibt den Winter über stehen.

Seit Sommer 2014 wird das 23 Meter hohe Monument fachkundig gereinigt, restauriert und konserviert. Neue Erkenntnisse über den Zustand des vor 1700 Jahren bearbeiteten Sandsteins machen es erforderlich, den ursprünglich bis zum Jahresende 2014 geplanten Sanierungsprozess zu verlängern.

 

„Nachdem der Werkstein großflächig gereinigt war, traten Schäden zutage, deren ganzes Ausmaß vorher nicht erkennbar war“, erläutert Projektleiter Horst-Willi Scholer von der LBB-Niederlassung Trier, von der aus die Sanierung organisatorisch geleitet wird.  Das betrifft nicht nur den antiken römischen Werkstein, sondern auch Ergänzungen aus früheren Restaurierungsphasen. Unter dem stellenweise dichten Bewuchs von Moosen und Flechten verbargen sich weitere Schäden. Alt-Ergänzungen aus Steinersatzmasse aus der jüngsten großen Sanierung der Jahre 1985/1986 zeigen nach der Reinigung in Teilflächen eine angegriffene Oberfläche, die mit Restaurierungsmörtel überarbeitet werden muss. Die Fugen des Sandsteinmauerwerks aus der Zeit der Restaurierung im 19. Jahrhundert müssen mit denkmalgerechtem Mörtel erneuert werden.

 

Darüber hinaus wurde von der Baukommission aus den Projektbeteiligten entschieden, die für Sandstein typischen dunklen Ablagerungen deutlich zu reduzieren. Das wird mit modernster Lasertechnik geschehen. Die sogenannten „schwarzen Krusten“ sind nicht nur eine ästhetische Frage, sie schaden auch dem Stein:  „Wo schwarze Krusten sind, kann eingedrungenes Wasser beim Verdunsten im Bereich der dichten schwarzen Krusten  Abplatzungen an der Sandsteinoberfläche verursachen“, erläutert LBB-Projektleiter Scholer.

 

Zum Abschluss wird der restaurierte Stein mit einer speziellen Chemikalie (Kieselsäureester) gefestigt. Das Verfahren erfordert dauerhaft Temperaturen von mindestens acht Grad, und zwar entsprechend den Witterungsverhältnissen über vier bis sechs Wochen hinweg.    

 

Der Kostenrahmen von ursprünglich 175.000 Euro für die Sanierung der Säule (ohne die Kosten für die Umfeldgestaltung) erhöht sich voraussichtlich auf 200.000 Euro.    

 

Zur Igeler Säule
Die Igeler Säule ist das bedeutendste römische Pfeilergrabmal nördlich der Alpen. Das 23 Meter hohe Monument aus Sandsteinen wurde um das Jahr 250 an seinem heutigen Standort als Grabmal einer wohlhabenden römischen Tuchhändler-Familie errichtet. Der Name der Gemeinde Igel (Kreis Trier-Saarburg) geht auf offenbar auf den auffälligen Adler – lateinisch Aquila - in der Figurengruppe an der Spitze des Obelisken zurück. 

Die reichhaltigen Reliefdarstellungen der Säule zeigen Szenen aus dem Alltag der Grabmalinhaber und der römischen Mythologie. 1986 wurde die Säule gemeinsam mit der Trierer Porta Nigra und weiteren Baudenkmälern in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.

 

Landesbetrieb LBB
Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist der Immobilien- und Baudienstleister für das Land Rheinland-Pfalz. Rund 1300 Mitarbeiter in landesweit acht regionalen Niederlassungen sowie der Zentrale in Mainz kümmern sich um die Bewirtschaftung und Optimierung des landeseigenen Immobilienbestands nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Der LBB setzt Bauvorhaben des Bundes inklusive der NATO und der Gaststreitkräfte, des Landes und Dritter um.
Im wirtschaftlichen Eigentum des LBB befinden sich rund 1.750 Immobilien mit einer Mietfläche von 2,8 Mio. m². Dies sind Bürogebäude wie z.B. Ministerien, Finanzämter und Katasterämter sowie Spezialimmobilien wie z.B. Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaft, Justiz-, Polizei-, Forstgebäude, Museen und Schulen. Weiterhin erfolgen Baumaßnahmen für das Land an Burgen und Schlössern sowie für den Bund an Kasernen, Flughäfen und Pipelines.

 

Kontakt
Claudia Renner, Leiterin Unternehmenskommunikation
Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung Rheinland-Pfalz (LBB), Zentrale
Rheinstraße 4E, 55116 Mainz
Telefon: (0 61 31) 2 04 96-146, Fax: (0 61 31) 2 04 96-251
E-Mail:
RennerClaudia.Zentrale@LBBnet.de

© Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), Rheinstraße 4E, 55116 Mainz

Presse-Archiv

Es werden alle Pressemitteilungen angezeigt. Die Filterung nach Kalenderjahren wird erst dann aktiv, wenn Sie ein Jahr auswählen.

Bitte auswählen: