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Finanzstaatssekretär Weinberg auf Sommertour in Kaiserslautern

Finanzstaatssekretär Dr. Stephan Weinberg (Mitte) im Gespräch mit Norbert Paulus, Leiter des Competence Centers Projektsteuerung im Landesbetrieb LBB (links), und Norbert Höbel (rechts), LBB-Niederlassungsleiter Kaiserslautern. Foto: LBB
High School KL-Vogelweh und Hochschule Kaiserslautern - Campus Kammgarn
Auf seiner Sommertour zu wichtigen Bauprojekten in Rheinland-Pfalz hat Finanzstaatssekretär Dr. Stephan Weinberg am Montag, 1. August, zwei Projekte des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung in Kaiserslautern besucht. Die Hochschule erhält mit Sanierung und Neubau auf dem „Campus Kammgarn“ für rund 135 Mio. Euro einen zukunftweisenden Gesamtstandort für alle Lehr- und Forschungsbereiche, die bisher auf zwei Standorte im Stadtgebiet verteilt sind. Für die US-Highschool Kaiserslautern-Vogelweh ist der Rohbau so gut wie fertig.

Kaiserslautern – Mit Unterrichts- und Gemeinschaftsräumen für rund 850 Schülerinnen und Schüler sowie Gesamtbaukosten von rund 45 Mio. Euro ist der Neubau der amerikanischen Highschool in Kaiserslautern-Vogelweh derzeit eines der größten rheinland-pfälzischen Projekte innerhalb eines weltweit laufenden US-Schulbauprogramms. Auf der Großbaustelle direkt am Kreuzungs-Kleeblatt von B 270 und B 37 ist der Rohbau für den weit ausgreifenden Komplex mit fünf zweigeschossigen Gebäudeflügeln um ein halbkreisförmiges Zentrum schon weit gediehen. Rund ein Jahr nach dem Baustart im Sommer 2015 ist der Rohbau fast fertiggestellt. Die Roh-Installation der Versorgungs- und Elektrotechnikanlagen ist in vollem Gange.

Die bauliche Fertigstellung des Gebäudes, das die bisherige Highschool auf der Vogelweh ersetzen soll, ist für Ende 2017 geplant. Nach einer Inbetriebnahmephase der aufwändigen Technik soll die Übergabe des Gesamtkomplexes an die US-Seite im Frühjahr 2018 erfolgen.

Staatssekretär Dr. Stephan Weinberg sagte: „Die langjährige partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen US-Streitkräften und Rheinland-Pfalz ist hier in Kaiserslautern besonders spürbar. Sie zeigt sich auch in den wachsenden US-Standorten in Rheinland-Pfalz insgesamt. Die US-Bauprojekte steuern hierzulande auf einen neuen Höchststand zu. Bis 2023 sind Großprojekte in Rheinland-Pfalz mit einem Auftragsvolumen von ca. 1,3 Milliarden Euro vorgesehen - teilweise sind sie schon in Umsetzung, wie das US-Schulbauprogramm, das US-Militärklinikum Weilerbach und das Verlegungsprogramm von US-Streitkräften aus dem britischen Mildenhall nach Spangdahlem und Ramstein. Das Land unterstützt die Umsetzung dieser Investitionen, die auch der heimischen Bauwirtschaft zugutekommen, mit fachlichem Know-how und personellen Ressourcen.“

Die Vogelweh Highschool ist die am weitesten fortgeschrittene von insgesamt 13 US-Schulen, die in Rheinland-Pfalz neu oder umgebaut werden. Sie umfasst neben Unterrichts- und Gemeinschaftsräumen eine große Aula mit Bühne, Labors, eine Küche, eine Sporthalle sowie sechs wettkampffähige Tennisplätze und weitere Außensportanlagen. 74 Mitarbeiterparkplätze, eine „parent drop off zone“ zum Bringen und Abholen der Schulkinder sowie 50 bereits vorhandene Busparkplätze vervollständigen die Verkehrs-Infrastruktur der Schule.

Mit dem US-Schulbaupgrogramm soll das pädagogische Konzept der „21st Century Schools“ für ein eigenständiges, teamorientiertes und IT-unterstütztes „Lernen im 21. Jahrhundert“ baulich umgesetzt werden. Insgesamt wollen die USA an den US-Schulstandorten Kaiserslautern, Ramstein, Sembach, Spangdahlem, Landstuhl und Baumholder um die 550 Mio. Euro investieren.

Der Landesbetrieb LBB ist dabei im Auftrag des Bundes und der US-Streitkräfte tätig. Er organisiert die Planung durch eingeschaltete Architekten- und Ingenieurbüros und steuert die Um-setzung durch die beauftragten Bauunternehmen. Aktuell sind acht US-Schulprojekte in der Planung oder Umsetzung. In ein eigens gebildetes  Programm-Management zur übergeordneten Steuerung und Koordination sind 45 Architekten, Ingenieure und Verwaltungsfachleute aus drei Niederlassungen des LBB jeweils mit einem Teil ihrer Arbeitszeit eingebunden.

Der Geschäftsführer des Landesbetriebs LBB Holger Basten sprach von einer Herausforderung, die der LBB gerne annimmt. „Unsere Fachleute insbesondere in den Niederlassungen Kaiserslautern, Trier und Idar-Oberstein haben langjährige Erfahrung mit Bauprojekten für die US-Streitkräfte. Gemeinsam mit unseren amerikanischen Partnern verbessern wir kontinuierlich die Abläufe, Strukturen und Kommunikation. So schaffen wir es, die einschlägigen Vorgaben von US- und deutscher Seite gleichermaßen zu erfüllen und – das ist schließlich die Hauptsache – schöne Schulen zu bauen, in denen Kinder gerne lernen.“

Gebäudedaten High School KL-Vogelweh
Gesamtbaukosten: rund 45 Mio. Euro
Bruttogeschossfläche: rund 17.200 m²
Bruttorauminhalt: rund 103.000 m³
Baubeginn: 17. Juni 2015
Fertigstellung Gebäude: Ende 2017
Übergabe Gesamtkomplex: Anfang März 2018 (geplant)
Nutzer: U.S. Department of Defense Education Activity Europe (DODEA Europe)
Auftraggeber: US-Gaststreitkräfte
Bauherr: Bundesrepublik Deutschland
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Fachaufsicht: Amt für Bundesbau, Mainz (ABB)
Bauausführung: Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB)

Hochschule Kaiserslautern – Campus Kammgarn

Der „Campus Kammgarn“ der Hochschule Kaiserslautern wird für 135 Mio. Euro zu einem gemeinsamen Campus aller Lehr- und Forschungseinrichtungen umgestaltet, die bisher auf zwei Standorte im Stadtgebiet verteilt sind. Das Gelände besticht durch seine historischen, teils denkmalgeschützten Industriebauten der ehemaligen Kammgarnspinnerei (1857 bis 1981) und eine imposante Felswand, die an die vorherige Nutzung als Steinbruch erinnert.

Die Neustrukturierung basiert auf dem Siegerkonzept aus einem Realisierungswettbewerb des Finanzministeriums im Jahr 2006. Anschließend wurde der Landesbetrieb LBB mit der Durchführung beauftragt. Der Entwurf kombiniert die Sanierung dreier Bestandsgebäude, von denen zwei bereits seit den 1990er-Jahren von der Hochschule genutzt werden, mit der Errichtung von drei

Neubauten für Verwaltung, Mensa mit Auditorium maximum sowie Labor- und Forschungsräume. Ziel ist ein neuer „Campus Kammgarn“ mit den Fachbereichen „Bauen und Gestalten“ und „Angewandte Ingenieurwissenschaften“.

„Bei diesem auch architektonisch äußerst überzeugenden Projekt handelt es sich um das lan-desweit größte Hochschulbauprojekt“, sagte Finanzstaatsekretär Dr. Stephan Weinberg. „Die vom Land investierten 135 Mio. Euro sind zwar finanziell ein Kraftakt, aber auch eine Zukunftsinvestition, denn hier wird in Bildung investiert.“

Bereits vor 1990 wurden ehemalige Produktionshallen der Spinnerei erstmals saniert (Gebäude A und B) und zum zentralen Hörsaalgebäude beziehungsweise für Büros und Seminarräume des Fachbereichs Bauen und Gestalten umgerüstet. Der Fachbereich Angewandte Ingenieurwissenschaften hat bislang seinen Sitz in der Morlauterer Straße.

Im Juni 2016 konnte die Hochschulbibliothek ihr neues Domizil im Obergeschoss des kom-plett umgestalteten ehemaligen Wollmagazins (Gebäude E) beziehen. Auch Seminarräume und das Rechenzentrum sind hier untergebracht. Direkt daneben entstand ein dreigeschossiger Neubau (Gebäude F), in dem Hochschulleitung und Verwaltung moderne Büros und Konferenzräume bezogen haben. Verbindende Gestaltungselemente von Bestands- und Neubau sind Licht und Transparenz. Die Bibliothek wird durch ein Glasdach mit Licht geflutet, im Verwaltungsneubau zieht sich ein Lichthof durch alle Geschosse.

Die Arbeiten an den Außenanlagen der Gebäude E und F sind im Gange, inklusive eines neuen Wasserlaufs als städtebauliches Gestaltungselement, der parallel zur Schoenstraße verläuft und am Mensagebäude in einen kleinen Teich mündet.

Der Geschäftsführer des Landesbetriebs LBB Holger Basten sagte: „Dieses umfangreiche Projekt Schritt für Schritt zu realisieren, ist für beide Seiten eine Herausforderung, sowohl baufachlich für den LBB als auch für den Nutzer. Mein ausdrücklicher Dank geht in diesem Zusammenhang an die Hochschule, mit der wir gemeinsam viele Klippen umschifft haben.“

Im Neubau der Mensa (Gebäude G) mit großer Aula, dem Auditorium maximum, läuft der Innenausbau auf vollen Touren. Zentrales Gestaltungselement sind hohe, filigrane Kassettendecken aus besonders feinporigem, hellem Sichtbeton. Damit Deckenbauer, Elektriker und Maler ihre Arbeit an diesen hohen Decken zügig voranbringen können, wurde im Foyer und Speisesaal ein Raumgerüst errichtet.  Im Küchenbereich sind die Kühlzellen bereits eingebaut.

Die Außenansicht des zweigeschossigen Neubaus ist geprägt von der Spannung zwischen dem blockhaften Küchentrakt mit dem darüber liegenden Kubus des Audimax und der transparenten Fassade des Speisesaals.  Speisesaal und Cafeteria bieten zusammen 360 Sitzplätze, das Audimax 250 Plätze. Die bauliche Fertigstellung ist zum Jahresende geplant, voraussichtlich im Februar 2017 kann die Küche mit Probeläufen  starten.  

Zum Wintersemester 2016/17 wird der Seminarbetrieb der Angewandten Ingenieurwissenschaften vom zweiten Standort in der Morlauterer Straße auf den Campus Kammgarn verlagert, denn ab dem kommenden Semester wird der Vorlesungsbetrieb in Gebäude E aufgenommen. 

Um die Versorgung der Studierenden bis zur Inbetriebnahme des Mensagebäudes sicherzustellen, wird in Abstimmung mit der Hochschule und dem Studierendenwerk ab Oktober 2016 eine Interims-Mensa im zentralen Hörsaalgebäude (Gebäude A) in Betrieb gehen.

Hinter der denkmalgeschützten, gesicherten Sandsteinfassade der ehemaligen Zwirnerei mit Lagerhalle (Gebäude H) haben die Abrissarbeiten begonnen. Nach dem Rückbau des Hallenbaus werden dreigeschossige Neubauten mit einer Hauptnutzfläche von insgesamt rund 9.100 m² für Labors und Lehrräume der Angewandten Ingenieurwissenschaften errichtet. Die Laborneubauten schließen mit ihren Stirnseiten an die historische Fassade an.

Projektdaten Campus Kammgarn
Gesamtbaukosten: rund 135 Mio. Euro
Bruttogeschossfläche: rund 41.000 m²
Bruttorauminhalt: rund 23.600 m²
Baubeginn: März 2011 (Gebäude E + F – Bibliothek/Seminare + Leitung/Verwaltung)
Bauende Mensa: Ende 2016
Bauherr:  Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB)
Nutzer: Hochschule Kaiserslautern

Staatssekretär Weinberg besucht Baustelle der US-Klinik in Weilerbach

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Beim Neubau des US-Militärkrankenhauses im westpfälzischen Weilerbach ist die Vergabe des Bauauftrags an einen Generalunternehmer für das zweite Quartal 2018 geplant. Der rheinland-pfälzische Finanzstaatssekretär Dr. Stephan Weinberg hat sich auf seiner Sommertour zu bedeutenden staatlichen Bauprojekten am 10. August direkt auf dem Baugelände über die Arbeit des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) informiert.

Weilerbach – Das künftig größte US-Militärhospital außerhalb der Vereinigten Staaten soll die Militärkrankenhäuser in Landstuhl und auf der Airbase Ramstein ersetzen. Es dient der medizinischen Versorgung der US-Militärangehörigen und ihrer Familien in der Military Community Kaiserslautern, das sind rund 60.000 Personen, der Versorgung von rund 200.000 Soldatinnen und Soldaten im aktiven Dienst sowie der aus Einsätzen zurückkehrenden Soldatinnen und Soldaten. Der US-Kongress stellt für den Neubau 990 Mio. Dollar zur Verfügung.

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist dabei für den Bund tätig, über den die US-Streitkräfte das Bauprojekt realisieren lassen. Für die Durchführung dieser Großbaumaßnahme wurde vom Landesbetrieb LBB eigens eine Niederlassung Weilerbach – bisher mit Sitz in Landstuhl – gegründet. Diese ist für die Koordination und Steuerung der Projektbeteiligten zuständig. Hierzu zählen unter anderem  der Generalplaner sowie der Generalunternehmer, der voraussichtlich im zweiten Quartal 2018 beauftragt wird. Die Fachaufsicht liegt beim Amt für Bundesbau des Landes Rheinland-Pfalz (ABB).

Auf dem großen Baugelände sind die Altlastensanierung und die Nivellierung des Baugrundes für die Gebäude inzwischen abgeschlossen. Insgesamt wurden dabei circa 150.000 Kubikmeter Oberboden abgetragen und rund 450.000 Kubikmeter Erde bewegt. Eine Betonfläche wurde errichtet, auf der Baustellenfahrzeuge betankt werden. An der L369 hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) im vergangenen Jahr mit dem Bau eines Verkehrskreisels an der Hauptzufahrt im Westen des Klinikums begonnen. Ende Juli 2017 startete der Bau des  Zugangskontrollpunkts zum Klinikum. Der Baubeginn für den eigentlichen Krankenhauskomplex mit Gesamtabmessungen von rund 600 auf 300 Meter ist für Herbst 2019 geplant.

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Bildunterschrift: Weilerbach Visualisierung Luftaufnahme US-Klinik, Urheber: HOK-HWP-Architekten

Zum Klinikum gehören das medizinische Zentrum zur ambulanten klinischen Versorgung mit Untersuchungs- und Behandlungsräumen, ein medizinisches Zentrum für Diagnose und Behandlung, ein Zentrum Bettenstation mit Normal- und Intensivstation, die Klinikverwaltung, Klinikkapelle, zwei Parkhäuser und ein Hubschraubernotlandeplatz.

Bei der Besichtigung vor Ort zeigte sich Staatssekretär Dr. Weinberg beeindruckt von den Dimensionen. „Der Neubau der US-Klinik in Weilerbach ist mit weitem Abstand das größte Projekt der rheinland-pfälzischen Bauverwaltung im Bereich des Bundesbaus. Es ist ein in seiner Dimension herausragendes Bauprojekt und stellt für den Landesbetrieb LBB eine besondere Herausforderung dar. Auch dank des seit Jahrzehnten ausgezeichneten Verhältnisses zwischen Rheinland-Pfalz und den amerikanischen Streitkräften kann dieses Projekt erfolgreich gemeistert werden“, so Dr. Weinberg.

Die LBB-Niederlassung Weilerbach, bisher in Landstuhl in zwei Gebäuden eingemietet, wird  schon kurzfristig ihre Arbeitsbedingungen verbessern, kündigten LBB-Geschäftsführer Holger Basten und Niederlassungsleiter Winfried Schuch an: „Für die Übergangszeit haben wir im Gebäude der ehemaligen Volks- und Raiffeisenbank in der Kaiserstraße die drei oberen Etagen angemietet.“ Dort gibt es genügend Büroflächen für den weiteren Personalaufbau der Niederlassung, entsprechend den wachsenden Aufgaben beim weiteren Fortschreiten des Projekts. Zudem bietet das VR-Gebäude  ausreichend große Konferenzräume, um größere Baubesprechungen im eigenen Haus abhalten zu können.

„Im Herbst ziehen wir mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort ein“, so Niederlassungsleiter Schuch. „Damit schaffen wir kürzere Wege und Synergien für die nächsten entscheidenden Schritte.“ Schuch bedankte sich bei der Stadt Landstuhl, die die LBB-Niederlassung von Anfang an unterstützt und ihr unter anderem Räumlichkeiten in der Stadthalle für größere Konferenzen zur Verfügung gestellt hat.

Gary Lopez, Programm-Manager für den Neubau der US-Klinik Weilerbach beim U.S. Corps of Engineers, betonte: „Unsere starke Partnerschaft zur deutschen Regierung schätzen wir in hohem Maße. Unsere enge Zusammenarbeit dient der Realisierung von Planung und Bau der US-Klinik sowie der Sicherstellung einer hervorragenden und zukünftige Jahrzehnte überdauernden medizinischen Versorgung für verwundete Soldaten, US-Militärangehörige und deren Familien."

 

 

Landesbetrieb LBB

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist der Immobilien- und Baudienstleister für das Land Rheinland-Pfalz. Rund 1300 Mitarbeiter in landesweit acht regionalen Niederlassungen sowie der Zentrale in Mainz kümmern sich um die Bewirtschaftung und Optimierung des landeseigenen Immobilienbestands nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Der LBB setzt Bauvorhaben des Bundes inklusive der NATO und der Gaststreitkräfte, des Landes und Dritter um. Im wirtschaftlichen Eigentum des LBB befinden sich rund 1.750 Immobilien mit einer Mietfläche von 2,8 Mio. m². Dies sind Bürogebäude wie z.B. Ministerien, Finanzämter und Katasterämter sowie Spezialimmobilien wie z.B. Hochschulen, Justiz-, Polizei-, Forstgebäude, Museen und Schulen. Weiterhin erfolgen Baumaßnahmen für das Land an Burgen und Schlössern sowie für den Bund an Kasernen, Flughäfen und Pipelines.

 

 

 

Kontakt
Claudia Renner

Leiterin Unternehmenskommunikation

Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung Rheinland-Pfalz (LBB)

Zentrale

Rheinstraße 4E

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Telefon: 06131 204 96-146

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Internet: www.lbbnet.de

 

 

Ministerin Ahnen und Landesbetrieb LBB nehmen Elektro-Autos in Betrieb

Bildunterschrift: Finanzministerin Doris Ahnen nahm für den Landesbetrieb LBB symbolisch fünf zusätzliche E-Dienstwagen in Betrieb. LBB-Geschäftsführer Holger Basten (links) freut sich, dass künftig jede LBB-Niederlassung ein E-Mobil im Dienstwagenpool hat. Foto: LBB / Kristina Schäfer.
Nach einer erfolgreichen Testphase mit zwei Elektro-Fahrzeugen baut der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) den Einsatz von Dienstwagen mit Elektroantrieb in seinen Dienststellen aus. Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen nahm fünf weitere E-Fahrzeuge für den LBB symbolisch in Betrieb. In den kommenden beiden Jahren will der LBB seine Erfahrungen mit den Kosten sowie der baulichen und technischen Infrastruktur der Landesliegenschaften für Elektromobilität vertiefen.

Mainz – Mit der Bereitstellung von je einem Elektro-Auto für sieben Niederlassungen des Lan-desbetriebs LBB können künftig fast 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch auf ein klimaneutrales  Fahrzeug im Dienstwagenpool zugreifen. Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen sagte bei der symbolischen Inbetriebnahme von fünf Fahrzeugen des Typs BMW i3 auf dem Hof der Mainzer LBB-Niederlassung:  „Der LBB ist die erste Dienststelle der Landesverwaltung, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter flächendeckend Zugriff auf ein E-Dienstfahrzeug haben.  Wir begrüßen und unterstützen die Initiative des LBB zur E-Mobilität auch vor dem Hintergrund der Regelungen im Landesklimaschutzgesetz und dem Ziel, den durchschnittlichen CO2-Ausstoß der Fahrzeugflotten in der Landesverwaltung zu senken. Mit der Errichtung von Ladestationen und den Einsatz von E-Fahrzeugen im Alltagsbetrieb sammelt der LBB wichtige Erfahrungen, von denen künftig auch andere Landesdienststellen profitieren können.“

Zum Start des Pilotprojekts wurde im Herbst 2015 in den LBB-Niederlassungen Mainz und Landau jeweils ein Dieselfahrzeug durch ein Elektromobil vom Typ Nissan Leaf ersetzt. Die Ladestationen wurden jeweils am Stellplatz installiert. Wie erwartet, erwies sich die Reichweite einer vollen Akku-Ladung als bequem ausreichend für das Gros der Dienstfahrten, die sich in der Nah- bis Mitteldistanz bewegen.    

LBB-Geschäftsführer Holger Basten sagte: „Mit der Ausdehnung auch auf die übrigen Niederlassungen in Diez, Idar-Oberstein, Kaiserslautern, Koblenz und Trier wollen wir in den kommenden beiden Jahren unsere Kompetenz in Sachen E-Mobilität vertiefen. Da gehören bauliche und technische Aspekte genauso dazu wie Fragen des Vertragsmanagements und der Wirtschaftlichkeit.  Am Projektende soll ein Abschlussbericht die baufachlichen Grundlagen für einen möglichen weiteren Ausbau der Elektromobilität bündeln.“

Die Akzeptanz bei der LBB-Belegschaft ist gut. Eine sechsmonatige systematische Erhebung unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ergab positive Wertungen insbesondere für das typische zügige Anfahrverhalten des Elektromotors, für Fahrkomfort, Geräuscharmut und den geräumigeren Innenraum im Vergleich zu Kfz mit Verbrennungsmotor. Da der Abstellplatz gleichzeitig der Ladestandort ist, entfallen die Fahrten zur Tankstelle. Nach bisherigen Erfahrungen fallen pro Ladeplatz Investitionskosten von circa 5000 Euro an.  

In Landau wurden zudem Synergien mit selbst erzeugtem Solarstrom untersucht: Der Strom für die Ladestation kommt von einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Carports. Eine projektbezogene Studie des Umweltcampus Birkenfeld der Hochschule Trier ergab, dass durch das Elektrofahrzeug der Eigenverbrauch von Solarstrom gesteigert werden konnte. Der Eigenverbrauch ist heute ein zentrales Kriterium für die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen und wird vom Landesbetrieb LBB bei der Planung von Neubauten und Generalsanierungen regelmäßig geprüft.     

Darüber hinaus ergaben Berechnungen am Beispiel des LBB-Standorts Landau, dass beim Ersatz von einem der elf Dieselfahrzeuge durch ein Elektrofahrzeug der durchschnittliche CO2-Ausstoß des Fahrzeugpools von 104,8 Gramm je Kilometer (g/km) auf 95,7 g/km sinkt. Bei zwei elektrischen Ersatzfahrzeugen werden 86,6 g/km erreicht.    

 

Landesbetrieb LBB

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist der Immobilien- und Baudienstleister für das Land Rheinland-Pfalz. Rund 1300 Mitarbeiter in landesweit acht regionalen Niederlassungen sowie der Zentrale in Mainz kümmern sich um die Bewirtschaftung und Optimierung des landeseigenen Immobilienbestands nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Der LBB setzt Bauvorhaben des Bundes inklusive der NATO und der Gaststreitkräfte, des Landes und Dritter um. Im wirtschaftlichen Eigentum des LBB befinden sich rund 1.750 Immobilien mit einer Mietfläche von 2,8 Mio. m². Dies sind Bürogebäude wie z.B. Ministerien, Finanzämter und Katasterämter sowie Spezialimmobilien wie z.B. Hochschulen, Justiz-, Polizei-, Forstgebäude, Museen und Schulen. Weiterhin erfolgen Baumaßnahmen für das Land an Burgen und Schlössern sowie für den Bund an Kasernen, Flughäfen und Pipelines.

 

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Publikationsdatum: 19.11.2017
© Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), Rheinstraße 4E, 55116 Mainz