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Hoch lebe das edle Handwerk

das ganze Gebäude ist lichtdurchflutet, hell und freundlich
Kadettenbad beim Schloss Oranienstein in Diez als Veranstaltungsort wieder eröffnet
"Hoch lebe das edle Handwerk" - diese Inschrift wurde auf einer Zinkfensterbank an einer Dachgaube des Kadettenbads gefunden. Mithilfe des Konjunkturprogrammes konnte das wunderschöne Gebäude gerade noch rechtzeitig gerettet werden. Feuchteschäden im Innern hatten ihm seit Jahren schwer zugesetzt. Nur durch eine grundlegende Sanierung (2010-12) konnte das Gebäude aus der Zeit der Jahrhundertwende (1900) in seinem alten Charme wieder erstehen. Viel Wert wurde auf die die handwerkliche Wiederherstellung und Wiederverwendung der Originalsubstanz gelegt. Mittlerweile erfährt das Gebäude rege Nutzung, nun nicht mehr als Hallenbad, aber als Versammlungsort: Zum einen liegt es gut anfahrbar, aber ruhig und etwas abseits im alten Schlosspark. Mit bis zu 180 Sitzplätzen, moderner Veranstaltungstechnik, mit Foyer und Nebenräumen ist es ein idealer Ort für kleinere Veranstaltungen, Seminare, Vorträge und Empfänge.

Architektonisches Juwel
Im Ensemble mit dem restaurierten, königgelben Schloss und der einst durch Friedrich Ludwig von Sckell gestalteten Parkanlage bietet das wiederhergestellte Kadettenbad einen wirklich schönen Anblick. Bei dem Gebäude handelt es sich um eine fast sakral anmutende, dreischiffige Anlage. Großzügige, an den Jugendstil erinnernde, abgeflachte Mauerbögen grenzen die beiden Seitenschiffe gegenüber dem Mittelschiff ab. Darüber befinden sich belichtete Obergaden in Form bogenförmiger Gauben. Sie sind in die Gewölbedecke des Mittelschiffs eingelassen. Den dominierenden Abschluss der Raumlängsachse bildet ein großes, fünfteiliges Bogenfenster.

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Sanierung von Grund auf
Das ganze Gebäude wurde freigegraben, isoliert und trockengelegt. Das Dach wurde instandgesetzt. Teile vom Dachgebälk wurden ersetzt, insbesondere an den flach geneigten Pultdächern der Seitenschiffe. Die Eisenkonstruktion, an welcher das Gewölbe über dem Mittelschiff aufgehängt ist, war erstaunlicherweise noch voll funktionsfähig. Über dem Gewölbe – das nur ein Putz auf Putzträger darstellt – wurde eine dicke Schicht Isofloc als Dämmung eingeblasen. Die Dacheindeckung in Moselschiefer wurde in deutscher Deckung komplett erneuert, wobei dieses Dach mit den spitz zulaufenden Turmdächern, Gauben, Kehlen und Graden den regionalen Handwerkern einiges abverlangte.

Der Fassadenputz wurde entfernt und als Kalkputz neu aufgebracht. Sandsteingesimse und -gewände wurden restauriert. Das Eingangsportal aus Holz wurde ebenso überholt wie die winzigen Gaubenfenster im Dachgeschoss. Die übrigen bauzeitlichen Eisensprossenfenster wurden ausgebaut, hergerichtet und wieder eingebaut. Um den Wärmedurchgang zu minimieren, hat man thermisch getrennte Stahlfenster mit Isolierverglasung innen vorgesetzt. Eines wurde von der Denkmalpflege beispielhaft in situ restauriert. Der gleiche Umgang wurde der eisernenWendeltreppe in den Dachraum zuteil: Sie wurde ausgebaut, sandgestrahlt, gestrichen und wieder eingebaut.

Historie Schloss Oranienstein
Das Schloss stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist einer der vier Stammsitze der niederländischen Monarchie. Es wird deswegen gern von niederländischen Touristen besucht. Im 18. Jahrhundert wurde es zum Barockschloss umgebaut. Seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts befand sich im Schloss und in neu hinzukommenden weiteren Gebäuden eine preußische Kadettenanstalt, die Jugendliche auf eine militärische Laufbahn vorbereitete. 1962 wurde es von der Bundeswehr übernommen und in großem Stil renoviert. 1994 wurden weitere umfassende Renovierungsarbeiten durchgeführt. Heute beherbergt das Schloss das Sanitätskommando II.

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Fotonachweise: LBB-Niederlassung Diez (vor der Sanierung);  Horst Goebel, Hünstetten-Goersroth (alle Bilder nach der Sanierung)

So sah es aus vor der Sanierung:

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© Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), Rheinstraße 4E, 55116 Mainz

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