Experten für Immobilien- und Baumanagement in RLP
Startseite | Sitemap | Links
Logo - Landesbetrieb LBB
Fotos: Finanzamt Landau
Über uns | Leistungen | Immobilienangebote | Ausschreibungen | Presse, Infos | Karriere | Kontakte | English | Mobile Startseite
Logo: Rheinland-Pfalz


Finanzministerin Ahnen auf Burg Schwalbach: Nutzungskonzept wird geprüft

Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen erörterte mit LBB-Vertretern und Kommunalpolitikern die Zukunftsperspektiven der Burg Schwalbach. Foto: LBB
4. Sanierungsabschnitt beginnt
Die Sanierung der Burg Schwalbach wird mit der Instandsetzung des Gefängnisturms, der von der Ortslage abgewandten Ringmauer und des Ostturms fortgesetzt. Den entsprechenden Auftrag für den vierten Bauabschnitt im Umfang von rund 1,575 Mio. Euro hat das Land kürzlich erteilt. Auf ihrer Sommertour zur herausragenden Bauprojekten machte sich Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen am 10. Juli persönlich ein Bild von den Arbeiten an dem landschaftsprägenden Baudenkmal.

Burgschwalbach – In den Erhalt der im 14. Jahrhundert von den Grafen von Katzenelnbogen errichteten Anlage hat das Land seit 2011 rund 6,7 Mio. Euro investiert. Schritt für Schritt wird das gesamte Mauerwerk instand gesetzt, statisch ertüchtigt und an den Oberflächen neu verfugt. Zuletzt wurden unter der Regie des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), dessen Niederlassung Diez die Arbeiten steuert, Torbogen und Torzwinger instandgesetzt. Inzwischen sind unter anderem der größte Teil der Ringmauer, der rund 40 Meter hohe Bergfried, die Schildmauer, die Kapelle und die beiden Wirtschaftsgebäude saniert. Die Sicherungsmaßnahmen erstrecken sich auch auf die Stütz- und Hangmauern an dem steil abfallenden Felssporn des Taunus. Landesdenkmalpflege, Archäologen und Bauforscher begleiten die Arbeiten, um neue Erkenntnisse über die Bauphasen und Nutzungsgeschichte zu gewinnen.  

Ministerin Ahnen zeigte sich beeindruckt vom bisher Geleisteten: „Die fachgerechte Sanierung der Burg Schwalbach ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die nicht nur dazu dient, Bestehendes zu bewahren, sondern auch künftigen Generationen einen zeitgemäßen Zugang zu unserem reichen kulturellen Erbe im Land zu ermöglichen.  Dabei gilt es neben der umfassenden Re-novierung des für die Region identitätsstiftenden Baudenkmals auch die touristische Bedeutung durch neue Nutzungskonzepte zu beleben. Hier arbeiten die GDKE und der LBB als hierfür hervorragend qualifizierte Fachverwaltungen Hand in Hand.“

Im beginnenden, auf insgesamt 24 Monate veranschlagten vierten Bauabschnitt wird die Sanierung der Burgmauer mit dem der Ortslage abgewandten Abschnitt zur Paul-Morant-Straße hin abgeschlossen. In diesen Abschnitt der Ringmauer sind auch der sogenannte Gefängnisturm und der Ostturm integriert. Sicherungsmaßnahmen an der anstehenden Felswand sind ebenso auszuführen.

LBB-Geschäftsführer Holger Basten sagte: „Die Sicherung und Sanierung von Baudenkmälern ist nicht das größte Auftragssegment für den Landesbetrieb LBB, aber für unsere darauf spezialisierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine besonders herausfordernde und anspruchsvolle Aufgabe.“

Konzept für die künftige Nutzung

Unterdessen haben Voruntersuchungen an dem noch zur Sanierung anstehenden ehemaligen gräflichen Wohngebäude – dem Palas – sowie an Pächterwohnhaus und Torhaus stattgefun-den. Damit kommt die Wiederbelebung der Anlage als Ausflugsziel in den Blick. Das Nutzungskonzept eines Fachgutachters sieht unter anderem eine Tages- und Ausflugsgastronomie, die barrierefreie Erschließung mittels eines angebauten Aufzugs, eine Möglichkeit für Trauungen sowie eine kleine Ausstellung zur Bau- und Nutzungsgeschichte der Burg vor. Ministerin Ahnen kündigte eine Entwurfsplanung gemeinsam mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) an, ob und wie die vorgeschlagenen Nutzungen in der historischen Bausubstanz untergebracht werden können. 

Manfred Bullinger, Leiter der Stabsstelle Bau und Technik der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) erklärte: „Die Burg bietet ein sehr großes touristisches und kulturelles Potenzial. Eine kleine Tages- und Ausflugsgastronomie im ehemaligen Torwächterhaus in Kombination mit flexibel nutzbaren Veranstaltungsbereichen im Palas bietet die Grundlage für eine tragfähige gastronomische Nutzung. Hinzu kommen attraktive Freiflächen mit wunderbaren Aussichten. In kleineren Informations- und Ausstellungsbereichen werden die Baugeschichte und neue Erkenntnisse der Bauforschung präsentiert. Selbstverständlich wird auch die Besteigung des Bergfriedes wieder möglich sein. Wir freuen uns auf kreative Lösungen für diese sehr anspruchsvolle Planungsaufgabe, die nun im Rahmen eines öffentlichen Verfahrens ausgeschrieben wird.“

© Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), Rheinstraße 4E, 55116 Mainz

Presse-Archiv

Es werden alle Pressemitteilungen angezeigt. Die Filterung nach Kalenderjahren wird erst dann aktiv, wenn Sie ein Jahr auswählen.

Bitte auswählen: