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Finanz- und Bauministerin Ahnen auf Sommertour in Kaiserslautern

Neubau LASE, Technische Universität Kaiserslautern; P+B R. Becker Architekten
Auf ihrer Sommertour zu wichtigen staatlichen Bauprojekten in Rheinland-Pfalz hat Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen am 13. Juli zwei Projekte des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung in Kaiserslautern besucht. Die Technische Universität erhält mit dem Labor-Neubau LASE ein interdisziplinäres Zentrum zur anwendungsorientierten Erforschung des Drehimpulses (Spin) von atomaren Teilchen. Die neue Highschool in Kaiserslautern-Vogelweh liegt zwei Jahre nach dem Baustart voll im Zeitplan. Als erstes von 13 Neubau- oder Sanierungsprojekten von US-Schulen in Rheinland-Pfalz soll sie im Frühjahr 2018 an die US-Streitkräfte übergeben werden.

Kaiserslautern – Mit Unterrichts- und Gemeinschaftsräumen für rund 850 Schülerinnen und Schüler sowie Gesamtbaukosten von rund 43 Mio. Euro ist der Neubau der amerikanischen High School in Kaiserslautern-Vogelweh derzeit eines der größten rheinland-pfälzischen Projekte innerhalb eines weltweit laufenden US-Schulbauprogramms. Auf der Großbaustelle direkt am  Kreuzungs-Kleeblatt von B 270 und B 37 ist das Gebäude für den weit ausgreifenden Komplex mit  fünf zweigeschossigen Gebäudeflügeln um ein halbkreisförmiges Zentrum weit gediehen.  Rund zwei Jahre nach dem Baustart im Sommer 2015 liegen die Arbeiten weiterhin im Zeitplan.

Die Roh-Installation der Versorgungs- und Elektrotechnikanlagen ist weitgehend abgeschlossen. Derzeit erfolgen sukzessive der Innenausbau sowie die Herstellung der Außenanlagen mit Parkplätzen, Anlieferbereich, Gehwegen, Softballfeld und Tennisplätzen. Die bauliche Fertigstellung des Gebäudes, das die bisherige High School auf der Vogelweh ersetzen soll, ist für Ende 2017 geplant. Nach einer Inbetriebnahmephase der aufwändigen Technik  soll die Übergabe des Gesamtkomplexes an die US-Seite im Frühjahr 2018 erfolgen.  

Die Kaiserslautern-Vogelweh High School ist die am weitesten fortgeschrittene von insgesamt 13 US-Schulen, die in Rheinland-Pfalz neu oder umgebaut werden. Sie umfasst neben Unterrichts- und Gemeinschaftsräumen eine Aula mit Bühne, Labors, eine Küche, eine Sporthalle sowie weitere Außensportanlagen.

Mit dem US-Schulbauprogramm soll das pädagogische Konzept der „21st Century Schools“ für  ein eigenständiges, teamorientiertes und IT-unterstütztes „Lernen im 21. Jahrhundert“ baulich  umgesetzt werden. Insgesamt wollen die USA an den US-Schulstandorten Kaiserslautern, 

Ramstein, Sembach, Spangdahlem, Landstuhl und Baumholder über 500 Mio. Euro investieren, in Bearbeitung sind davon zurzeit ca. 300 Mio. Euro. Neben der Vogelweh High School sind derzeit drei weitere Projekte in Bau: zwei Elementary Schools in Kaiserslautern und in KL-Vogelweh sowie die Middle and High School in Spangdahlem. Drei weitere Projekte in Sembach, Ramstein und Spangdahlem befinden sich in der Planungsphase bzw. in der Auftragsvergabe. Sieben weitere Schulbauprojekte sind bei US in der Projektentwicklung.    

Ministerin Ahnen sagte nach der Besichtigung des Neubaus: „Bei einem komplexen Bauprogramm ist es wichtig, klare Projekt- und gute Kommunikationsstrukturen zu haben: Die Zusammenarbeit zwischen den US-Streitkräften und der vom Bund mit der Umsetzung des Programmes betrauten Bau- und Liegenschaftsverwaltung ist seit Jahrzehnten eng und vertrauensvoll.“

Der Landesbetrieb LBB ist dabei im Auftrag des Bundes und der US-Streitkräfte tätig. Er organisiert die Planung durch eingeschaltete Architekten- und Ingenieurbüros und steuert die Umsetzung durch die beauftragten Bauunternehmen. In ein eigens gebildetes  Programm-Management zur übergeordneten Steuerung und Koordination sind 45 Architekten, Ingenieure und Verwaltungsfachleute aus den drei LBB-Niederlassungen Kaiserslautern, Trier und Idar-Oberstein jeweils mit einem Teil ihrer Arbeitszeit eingebunden. 

Für den Geschäftsführer des Landesbetriebs LBB Holger Basten ist die Umsetzung des US-Schulbauprogramms eine „Herausforderung für beide Seiten. Die US-Verfahren beim öffentlichen Bauen sind teilweise völlig anders, gleichzeitig müssen die deutschen Regularien eingehalten werden. Der LBB hat hierzu in Abstimmung mit den amerikanischen Partnern eine niederlassungsübergreifende Projektorganisation aufgebaut, die sehr gut funktioniert.“

Technische Universität Kaiserslautern – Forschungsneubau LASE   
Rund einen Monat nach dem Spatenstich für den Forschungsneubau LASE (Laboratory for Advanced Spin Engineering) haben auf der Baustelle auf dem Campus der Technischen Universität die Arbeiten am Baugruben-Verbau begonnen. Der Verbau aus Stahlplatten sichert die parallel verlaufende Gottlieb-Daimler-Straße gegenüber der angrenzenden Baugrube während der Errichtung des Technikkellers und des Sockelgeschosses. Bevor die Baugrube jedoch ausgehoben werden kann, müssen neben dem Verbau noch zahlreiche Versorgungsleitungen aus dem Baufeld verlegt werden. Diese Arbeiten werden bis ca. Ende August andauern. Die Baucontainer, die ein Arbeiten der Architekten und Ingenieure unmittelbar vor Ort, in enger Abstimmung mit den beauftragten Baufirmen, ermöglichen sollen, wurden bereits für alle weiteren Arbeiten aufgestellt. Die Rohbauarbeiten werden voraussichtlich bis Ende August vergeben, so dass die Errichtung des Rohbaus nahtlos an den Aushub der Baugrube anschließen kann.

Spin ist der natürliche Drehimpuls der Elementarteilchen auf atomarer Ebene. Er ist die Grundlage für Magnetismus, auf dem wiederum die Speicherung großer Datenmengen beruht wie zum Beispiel beim Video-Streaming aus dem Internet oder beim Bremsen mit ABS. Um bekannte Anwendungen des Spins besser zu verstehen und neue Technologien möglich zu machen, entsteht auf Empfehlung des Wissenschaftsrats der Bundesrepublik Deutschland der Forschungsneubau LASE für rund 100 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie Studierende aus Physik, Chemie und Ingenieurwissenschaften. Die Kosten von rund 40 Mio. Euro teilen sich hälftig der Bund und das Land.

Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen sagte: „Moderne Forschungsbauten stellen auch für die Experten im staatlichen Hochbau mit ihrer komplexen Gebäudetechnik eine besondere Herausforderung dar, die möglichst optimal und adaptierbar für ihre jeweilige künftige wissenschaftliche Nutzung konzipiert und errichtet werden müssen. Mit der Errichtung des LASE auf dem Campus der TU soll das Fachwissen und die apparative Ausstattung auf dem Gebiet des Spin Engineering gebündelt werden.Ziel ist es, die mit diesen Schwerpunkt befassten Forschungsgruppen aus dem Fachbereich Physik, Chemie und Maschinenbau/Verfahrenstechnik räumlich unter einem Dach zu konzentrieren und hierdurch den notwendigen interdisziplinären Austausch zu fördern und die gemeinsame Nutzung von Forschungsapparaturen in stringenten Bearbeitungsketten zu ermöglichen. Durch die Aufnahme der forschungsspezifischen Laborplattformen soll LASE ein international sichtbares Zentrum für die Spin-Forschung bilden.“

Der Entwurf sieht auf annähernd quadratischem Grundriss von 48 Meter auf 62 Meter ein zweigeschossiges Gebäude mit einem aufgesetzten Staffelgeschoss vor. Beton als Baustoff und Gestaltungsmittel wird seine Ausstrahlung als naturwissenschaftliche High-Tech-Werkstatt prägen: Die Fassade wird mit vorgehängten Stahlbeton-Fertigteilen versehen, im Inneren sind die Wände von Treppenhäusern und Laborhallen aus Sichtbeton, die Böden im Foyer und in den Fluren bestehen aus geschliffenem Sichtestrich. Die betont sachliche Hülle birgt auf einer Nutzfläche  von 3367 Quadratmetern mehrere hoch technisierte Laboreinheiten. Um schwingungsempfindliche Messgeräte störungsfrei betreiben zu können, werden die  Laboreinheit Spin-Dynamic und das Nano Structuring Center mit seinen Nano-Apparaturen im Sockelgeschoss untergebracht. Im darüber gelegenen Erdgeschoss befinden sich künftig Labore für Angewandte Spin-Phänomene und die Kernspinresonanzspektroskopie, während für die Spin-Theorie mit ruhigen Büroräumen für konzentriertes Arbeiten das Obergeschoss vorbehalten ist.   

Der Geschäftsführer des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), Holger Basten,  sagte: „Schon beim Planungsprozess war es eine der wesentlichen Herausforderungen, die vielfältigen technischen Anforderungen der verschiedenen Fachbereiche zu erfüllen. Ich würde mich freuen, wenn bei den anstehenden europaweiten Ausschreibungen trotz der guten Konjunkturlage auch heimische Firmen und Handwerksbetriebe gute Angebote abgeben.“ 

Wenn alles fertig ist, wird der Campus nicht nur um ein Gebäude für interdisziplinäre Spitzenforschung reicher sein, sondern auch um ein Areal mit Campus-Flair. Das Flachdach wird begrünt und kann teilweise als Dachterrasse genutzt werden. An den beiden Hauptzugängen sind platzartige befestigte Vorbereiche mit neu angepflanzten Bäumen vorgesehen, und an der Ostseite des Gebäudes führt eine Freitreppe zu einer Liegewiese. 

Gebäudedaten Forschungsneubau LASE

Baukosten:                        rund 40 Mio. Euro 

Nutzfläche:                        3.367 m²

Spatenstich:                      6. Juni 2017

Fertigstellung:                    geplant 2020

Nutzer:                             Technische Universität Kaiserslautern

Bauherr:                            Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch den Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland  

Bauausführung:                 Landesbetrieb LBB, Niederlassung Kaiserslautern  

 

Gebäudedaten High School KL-Vogelweh  

Gesamtbaukosten:               rund 43 Mio. Euro 

Bruttogeschossfläche:           rund 17.200 m²

Bruttorauminhalt:                rund 103.000 m³

Baubeginn:                         17. Juni 2015 

Übergabe Gesamtkomplex:   Frühjahr 2018 

Nutzer:                               U.S. Department of Defense Education Activity Europe (DODEA Europe) Auftraggeber: US-Gaststreitkräfte 

Bauherr:                             Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das

                                         Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit 

Fachaufsicht:                      Amt für Bundesbau, Mainz (ABB) 

Bauabwicklung:                  Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB)

 

Staatssekretär Weinberg besucht Baustelle der US-Klinik in Weilerbach

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Beim Neubau des US-Militärkrankenhauses im westpfälzischen Weilerbach ist die Vergabe des Bauauftrags an einen Generalunternehmer für das zweite Quartal 2018 geplant. Der rheinland-pfälzische Finanzstaatssekretär Dr. Stephan Weinberg hat sich auf seiner Sommertour zu bedeutenden staatlichen Bauprojekten am 10. August direkt auf dem Baugelände über die Arbeit des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) informiert.

Weilerbach – Das künftig größte US-Militärhospital außerhalb der Vereinigten Staaten soll die Militärkrankenhäuser in Landstuhl und auf der Airbase Ramstein ersetzen. Es dient der medizinischen Versorgung der US-Militärangehörigen und ihrer Familien in der Military Community Kaiserslautern, das sind rund 60.000 Personen, der Versorgung von rund 200.000 Soldatinnen und Soldaten im aktiven Dienst sowie der aus Einsätzen zurückkehrenden Soldatinnen und Soldaten. Der US-Kongress stellt für den Neubau 990 Mio. Dollar zur Verfügung.

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist dabei für den Bund tätig, über den die US-Streitkräfte das Bauprojekt realisieren lassen. Für die Durchführung dieser Großbaumaßnahme wurde vom Landesbetrieb LBB eigens eine Niederlassung Weilerbach – bisher mit Sitz in Landstuhl – gegründet. Diese ist für die Koordination und Steuerung der Projektbeteiligten zuständig. Hierzu zählen unter anderem  der Generalplaner sowie der Generalunternehmer, der voraussichtlich im zweiten Quartal 2018 beauftragt wird. Die Fachaufsicht liegt beim Amt für Bundesbau des Landes Rheinland-Pfalz (ABB).

Auf dem großen Baugelände sind die Altlastensanierung und die Nivellierung des Baugrundes für die Gebäude inzwischen abgeschlossen. Insgesamt wurden dabei circa 150.000 Kubikmeter Oberboden abgetragen und rund 450.000 Kubikmeter Erde bewegt. Eine Betonfläche wurde errichtet, auf der Baustellenfahrzeuge betankt werden. An der L369 hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) im vergangenen Jahr mit dem Bau eines Verkehrskreisels an der Hauptzufahrt im Westen des Klinikums begonnen. Ende Juli 2017 startete der Bau des  Zugangskontrollpunkts zum Klinikum. Der Baubeginn für den eigentlichen Krankenhauskomplex mit Gesamtabmessungen von rund 600 auf 300 Meter ist für Herbst 2019 geplant.

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Bildunterschrift: Weilerbach Visualisierung Luftaufnahme US-Klinik, Urheber: HOK-HWP-Architekten

Zum Klinikum gehören das medizinische Zentrum zur ambulanten klinischen Versorgung mit Untersuchungs- und Behandlungsräumen, ein medizinisches Zentrum für Diagnose und Behandlung, ein Zentrum Bettenstation mit Normal- und Intensivstation, die Klinikverwaltung, Klinikkapelle, zwei Parkhäuser und ein Hubschraubernotlandeplatz.

Bei der Besichtigung vor Ort zeigte sich Staatssekretär Dr. Weinberg beeindruckt von den Dimensionen. „Der Neubau der US-Klinik in Weilerbach ist mit weitem Abstand das größte Projekt der rheinland-pfälzischen Bauverwaltung im Bereich des Bundesbaus. Es ist ein in seiner Dimension herausragendes Bauprojekt und stellt für den Landesbetrieb LBB eine besondere Herausforderung dar. Auch dank des seit Jahrzehnten ausgezeichneten Verhältnisses zwischen Rheinland-Pfalz und den amerikanischen Streitkräften kann dieses Projekt erfolgreich gemeistert werden“, so Dr. Weinberg.

Die LBB-Niederlassung Weilerbach, bisher in Landstuhl in zwei Gebäuden eingemietet, wird  schon kurzfristig ihre Arbeitsbedingungen verbessern, kündigten LBB-Geschäftsführer Holger Basten und Niederlassungsleiter Winfried Schuch an: „Für die Übergangszeit haben wir im Gebäude der ehemaligen Volks- und Raiffeisenbank in der Kaiserstraße die drei oberen Etagen angemietet.“ Dort gibt es genügend Büroflächen für den weiteren Personalaufbau der Niederlassung, entsprechend den wachsenden Aufgaben beim weiteren Fortschreiten des Projekts. Zudem bietet das VR-Gebäude  ausreichend große Konferenzräume, um größere Baubesprechungen im eigenen Haus abhalten zu können.

„Im Herbst ziehen wir mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort ein“, so Niederlassungsleiter Schuch. „Damit schaffen wir kürzere Wege und Synergien für die nächsten entscheidenden Schritte.“ Schuch bedankte sich bei der Stadt Landstuhl, die die LBB-Niederlassung von Anfang an unterstützt und ihr unter anderem Räumlichkeiten in der Stadthalle für größere Konferenzen zur Verfügung gestellt hat.

Gary Lopez, Programm-Manager für den Neubau der US-Klinik Weilerbach beim U.S. Corps of Engineers, betonte: „Unsere starke Partnerschaft zur deutschen Regierung schätzen wir in hohem Maße. Unsere enge Zusammenarbeit dient der Realisierung von Planung und Bau der US-Klinik sowie der Sicherstellung einer hervorragenden und zukünftige Jahrzehnte überdauernden medizinischen Versorgung für verwundete Soldaten, US-Militärangehörige und deren Familien."

 

 

Landesbetrieb LBB

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist der Immobilien- und Baudienstleister für das Land Rheinland-Pfalz. Rund 1300 Mitarbeiter in landesweit acht regionalen Niederlassungen sowie der Zentrale in Mainz kümmern sich um die Bewirtschaftung und Optimierung des landeseigenen Immobilienbestands nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Der LBB setzt Bauvorhaben des Bundes inklusive der NATO und der Gaststreitkräfte, des Landes und Dritter um. Im wirtschaftlichen Eigentum des LBB befinden sich rund 1.750 Immobilien mit einer Mietfläche von 2,8 Mio. m². Dies sind Bürogebäude wie z.B. Ministerien, Finanzämter und Katasterämter sowie Spezialimmobilien wie z.B. Hochschulen, Justiz-, Polizei-, Forstgebäude, Museen und Schulen. Weiterhin erfolgen Baumaßnahmen für das Land an Burgen und Schlössern sowie für den Bund an Kasernen, Flughäfen und Pipelines.

 

 

 

Kontakt
Claudia Renner

Leiterin Unternehmenskommunikation

Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung Rheinland-Pfalz (LBB)

Zentrale

Rheinstraße 4E

55116 Mainz

 

Telefon: 06131 204 96-146

Fax: 06131 204 96-251

E-Mail: RennerClaudia.Zentrale@LBBnet.de

Internet: www.lbbnet.de

 

 

Ministerin Ahnen und Landesbetrieb LBB nehmen Elektro-Autos in Betrieb

Bildunterschrift: Finanzministerin Doris Ahnen nahm für den Landesbetrieb LBB symbolisch fünf zusätzliche E-Dienstwagen in Betrieb. LBB-Geschäftsführer Holger Basten (links) freut sich, dass künftig jede LBB-Niederlassung ein E-Mobil im Dienstwagenpool hat. Foto: LBB / Kristina Schäfer.
Nach einer erfolgreichen Testphase mit zwei Elektro-Fahrzeugen baut der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) den Einsatz von Dienstwagen mit Elektroantrieb in seinen Dienststellen aus. Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen nahm fünf weitere E-Fahrzeuge für den LBB symbolisch in Betrieb. In den kommenden beiden Jahren will der LBB seine Erfahrungen mit den Kosten sowie der baulichen und technischen Infrastruktur der Landesliegenschaften für Elektromobilität vertiefen.

Mainz – Mit der Bereitstellung von je einem Elektro-Auto für sieben Niederlassungen des Lan-desbetriebs LBB können künftig fast 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch auf ein klimaneutrales  Fahrzeug im Dienstwagenpool zugreifen. Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen sagte bei der symbolischen Inbetriebnahme von fünf Fahrzeugen des Typs BMW i3 auf dem Hof der Mainzer LBB-Niederlassung:  „Der LBB ist die erste Dienststelle der Landesverwaltung, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter flächendeckend Zugriff auf ein E-Dienstfahrzeug haben.  Wir begrüßen und unterstützen die Initiative des LBB zur E-Mobilität auch vor dem Hintergrund der Regelungen im Landesklimaschutzgesetz und dem Ziel, den durchschnittlichen CO2-Ausstoß der Fahrzeugflotten in der Landesverwaltung zu senken. Mit der Errichtung von Ladestationen und den Einsatz von E-Fahrzeugen im Alltagsbetrieb sammelt der LBB wichtige Erfahrungen, von denen künftig auch andere Landesdienststellen profitieren können.“

Zum Start des Pilotprojekts wurde im Herbst 2015 in den LBB-Niederlassungen Mainz und Landau jeweils ein Dieselfahrzeug durch ein Elektromobil vom Typ Nissan Leaf ersetzt. Die Ladestationen wurden jeweils am Stellplatz installiert. Wie erwartet, erwies sich die Reichweite einer vollen Akku-Ladung als bequem ausreichend für das Gros der Dienstfahrten, die sich in der Nah- bis Mitteldistanz bewegen.    

LBB-Geschäftsführer Holger Basten sagte: „Mit der Ausdehnung auch auf die übrigen Niederlassungen in Diez, Idar-Oberstein, Kaiserslautern, Koblenz und Trier wollen wir in den kommenden beiden Jahren unsere Kompetenz in Sachen E-Mobilität vertiefen. Da gehören bauliche und technische Aspekte genauso dazu wie Fragen des Vertragsmanagements und der Wirtschaftlichkeit.  Am Projektende soll ein Abschlussbericht die baufachlichen Grundlagen für einen möglichen weiteren Ausbau der Elektromobilität bündeln.“

Die Akzeptanz bei der LBB-Belegschaft ist gut. Eine sechsmonatige systematische Erhebung unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ergab positive Wertungen insbesondere für das typische zügige Anfahrverhalten des Elektromotors, für Fahrkomfort, Geräuscharmut und den geräumigeren Innenraum im Vergleich zu Kfz mit Verbrennungsmotor. Da der Abstellplatz gleichzeitig der Ladestandort ist, entfallen die Fahrten zur Tankstelle. Nach bisherigen Erfahrungen fallen pro Ladeplatz Investitionskosten von circa 5000 Euro an.  

In Landau wurden zudem Synergien mit selbst erzeugtem Solarstrom untersucht: Der Strom für die Ladestation kommt von einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Carports. Eine projektbezogene Studie des Umweltcampus Birkenfeld der Hochschule Trier ergab, dass durch das Elektrofahrzeug der Eigenverbrauch von Solarstrom gesteigert werden konnte. Der Eigenverbrauch ist heute ein zentrales Kriterium für die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen und wird vom Landesbetrieb LBB bei der Planung von Neubauten und Generalsanierungen regelmäßig geprüft.     

Darüber hinaus ergaben Berechnungen am Beispiel des LBB-Standorts Landau, dass beim Ersatz von einem der elf Dieselfahrzeuge durch ein Elektrofahrzeug der durchschnittliche CO2-Ausstoß des Fahrzeugpools von 104,8 Gramm je Kilometer (g/km) auf 95,7 g/km sinkt. Bei zwei elektrischen Ersatzfahrzeugen werden 86,6 g/km erreicht.    

 

Landesbetrieb LBB

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) ist der Immobilien- und Baudienstleister für das Land Rheinland-Pfalz. Rund 1300 Mitarbeiter in landesweit acht regionalen Niederlassungen sowie der Zentrale in Mainz kümmern sich um die Bewirtschaftung und Optimierung des landeseigenen Immobilienbestands nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Der LBB setzt Bauvorhaben des Bundes inklusive der NATO und der Gaststreitkräfte, des Landes und Dritter um. Im wirtschaftlichen Eigentum des LBB befinden sich rund 1.750 Immobilien mit einer Mietfläche von 2,8 Mio. m². Dies sind Bürogebäude wie z.B. Ministerien, Finanzämter und Katasterämter sowie Spezialimmobilien wie z.B. Hochschulen, Justiz-, Polizei-, Forstgebäude, Museen und Schulen. Weiterhin erfolgen Baumaßnahmen für das Land an Burgen und Schlössern sowie für den Bund an Kasernen, Flughäfen und Pipelines.

 

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Publikationsdatum: 20.11.2017
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