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Bundeswehrzentralkrankenhaus: Ministerin Ahnen besichtigt Bauprojekte

Visualisierung des künftigen Parkhauses: GOLDBECK
Vier Neubauten für 46,8 Mio. Euro
Koblenz – Zu Beginn des Jahres haben im Bundeswehrzentralkrankenhaus (BwZK) Koblenz die Bauarbeiten für ein neues Parkhaus mit rund 570 Stellplätzen begonnen. Der Bau der neuen Rettungswache sowie eines Unterkunftsgebäudes mit separater Aula für Auszubildende und Lehrgangsteilnehmer starten jetzt im Sommer. Der Neubau des 160-Bettenhauses mit 80 Patientenzimmern soll im Sommer des kommenden Jahres fertiggestellt und an das Klinikum übergeben werden.

Insgesamt sind derzeit Neubau-Investitionen des Bundes in Höhe von rund 46,8 Mio. Euro in der baulichen Umsetzung. Daneben fallen jährlich Investitionen von ca. 5 Mio. Euro für den Bauunterhalt und kleine Baumaßnahmen an. Die Projektdurchführung liegt jeweils beim Landesbetrieb LBB, dessen Niederlassung Koblenz mit einer ständigen Bauleitung am BwZK präsent ist. Die Fachaufsicht hat das Amt für Bundesbau Rheinland-Pfalz (ABB). 

Finanz- und Bauministerin Ahnen sagte: „Das Beispiel des BwZK unterstreicht die Leistungsfähigkeit der vom Bund mit der Umsetzung betrauten rheinland-pfälzischen Bau- und Liegenschaftsverwaltung mit dem Amt für Bundesbau (ABB) und dem Landesbetrieb LBB bei anspruchsvollen Projekten. Die Bauverwaltung ist dabei ein zuverlässiger Partner des Bundes, nicht nur beim weiteren Ausbau des BwZK, und trägt damit auch zur Sicherung der Standorte der Bundeswehr im Land bei. Es ist zu begrüßen, dass dieses wichtige Projekt mit überregionaler Bedeutung – gerade wenn man die Stellung des BwZK als größtem spezialisiertem Bun-deswehr-Krankenhaus betrachtet – nunmehr ebenfalls eine mediale Aufmerksamkeit erfährt, wie dies beim auch durch die rheinland-pfälzische Bau- und Liegenschaftsverwaltung zu realisierenden US-Krankenhaus in Weilerbach der Fall ist.“

Der Geschäftsführer des Landesbetriebs  LBB Holger Basten wies auf den die gute Beteiligung von heimischen Planungsbüros hin. „Sowohl beim 160-Bettenhaus als auch beim Unterkunftsgebäude mit Aula und der Rettungswache: Rheinland-pfälzische Architekten- und Ingenieurbüros konnten sich in den öffentlichen Vergabeverfahren im Wettbewerb um das wirtschaftlichste Angebot vielfach durchsetzen. Das zeigt ihre Leistungsfähigkeit auch bei so anspruchsvollen Projekten, aber auch die Bedeutung der öffentlichen Hand als Auftraggeber für die Bauwirtschaft.“  

Die aktuellen Bauprojekte im Einzelnen:

Neubau 160-Bettenhaus            

Das 160-Bettenhaus ist ein fünfgeschossiger, in Stahlbetonbauweise errichteter Bau, der sich gestalterisch an eines der bestehenden Gebäude mit Pflegestationen anlehnt. Das Erdgeschoss ist rund 58 Meter lang und bis zu 18 Meter breit. Hier sind die Räume für Physio- und Ergotherapie untergebracht, unter anderem ein Therapiebecken. In den vier Obergeschossen befinden sich 80 Patientenzimmer mit 160 Betten. Im nordöstlichen Gebäudeteil sind alle Ebenen vom Untergeschoss bis zum vierten Obergeschoss mit dem Nachbargebäude verbunden, das ebenfalls Pflegestationen beherbergt. Im Untergeschoss ist das Gebäude an die unterirdische Warentransportanlage angeschlossen. Die Fassade ist als Putzfassade mit einem Wär-medämmverbundsystem ausgestattet. Beheizt wird das 160-Bettenhaus über einen indirekten Wärmeversorgungsanschluss aus der Energiezentrale des Krankenhauses. Ein eigenes Blockheizkraftwerk in der Technikzentrale auf dem Dach liefert zusätzlich Wärme und Strom, die übrige Dachfläche wird begrünt.

Gebäudedaten 160-Bettenhaus:  

Nutzfläche: 4.450 m²
Gesamtbaukosten: 26,771 Mio. Euro
Fertigstellung: Sommer 2018

Neubau Parkhaus

Das neue Parkhaus mit 573 Stellplätzen entsteht auf einem bisherigen Besucherparkplatz parallel zur Rübenacher Straße im Nordosten des BwZK-Geländes. Errichtet wird eine Stahlkonstruktion mit Betondecken und ohne störende Stützen innerhalb der Parkdecks. Die Planung sieht einen fünfgeschossigen Bau von 86 Metern Länge und 33 Metern Breite mit zehn versetzten Halbgeschossen (zehn Parkebenen) vor. Die Fassaden bleiben größtenteils offen und werden mit Lamellen aus Metall in drei verschiedenen Grüntönen sowie in Weiß verblendet. Die westliche Fassade zum Klinikum hin wird dagegen mit Fertigelementen aus Beton verkleidet, um Fahrgeräusche abzudämmen. Auch die beiden Treppenhäuser sind aus Beton-Fertigelementen. Im Westen soll eine fußläufige Anbindung von der Ebene vier des Treppenhauses aus über eine Fußgängerbrücke in den höher liegenden Liegenschaftsbereich geschaf-fen werden. Die Planer haben zentrale Kriterien der Leitlinie „Bewertungssystems nachhaltiges Bauen (BNB) für Bundesgebäude“ berücksichtigt: Sparsamer Flächenverbrauch durch Bauen in die Höhe sowie gute Trennbarkeit und Wiederverwertbarkeit der Materialien bei einem Rückbau in ferner Zukunft. 

Gebäudedaten Parkhaus:

Baubeginn: Juli 2017
Nutzfläche: 12.290 m²
Gesamtbaukosten: 7,04 Mio. Euro
Fertigstellung: voraussichtlich Anfang 2018  

Neubau der Rettungswache

Die neue Rettungswache für fünf Einsatzfahrzeuge wird im Osten des Klinikgeländes nördlich vom Hubschrauberlandeplatz angesiedelt sein. Sie besteht aus zwei Gebäudeteilen: Zu der eingeschossigen 4,50 Meter hohen Kfz-Abstellhalle gehören an ihrer Rückseite zwei Geschosse mit Lager- und Technikräumen. Im Süden schließt sich der zweite Gebäudeteil an - ebenfalls zweigeschossig, jedoch aufgrund des abfallenden Geländes 1,50 Meter tiefer liegend. Darin werden die Dienst-, Aufenthalts- und Ruheräume mit Umkleiden, WC und Duschen sowie eine Teeküche untergebracht sein. Die beiden Gebäude sind durch ein Treppenhaus miteinander verbunden. Die Bauweise ist massives Mauerwerk mit Betondecken, Putzfassade und Flachdächern. Gestalterische Akzente setzen die großflächige Verglasung des Treppenhauses und silberfarbene Metall-Paneelen an den Fassaden der Technikbereiche. Besonderes Augenmerk der Planer liegt unter anderem auf dem Kriterium „Aufenthaltsqualität“ nach dem „Bewertungssystem nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude, BNB“: Guter Schall- und Wärmeschutz sowie flächendeckendes WLAN verbessern die Arbeitsumgebung für das Personal.

Gebäudedaten Rettungswache:

Baubeginn: Juli 2017
Gesamtbaukosten: 5,132 Mio. Euro
Nutzfläche: 767,5 m²
Fertigstellung: voraussichtlich Ende 2018

Neues Unterkunftsgebäude mit Aula

Das neue Unterkunftsgebäude wird im Südosten des BwZK-Geländes gebaut. Architektonische Gestaltung und Fassade orientieren sich an dem bestehenden dreiflügeligen Unterkunftskomplex direkt daneben. Im Erdgeschoss und in drei Obergeschossen des Neubaus werden insgesamt 64 Unterkunftsräume mit 13,5 Quadratmetern und jeweils eigener Nasszelle (2,75 Quad-ratmeter) untergebracht. In jedem Geschoss gibt es eine zentral gelegene Teeküche und einen Kleidertrockenraum. Das deutlich kleinere Dachgeschoss wird zurückgesetzt, wodurch der Bau weniger wuchtig erscheint. Es beherbergt die Lüftungszentrale und den Technikraum. Entsprechend dem BNB-Kriterium „Aufenthaltsqualität“ bekommt das Gebäude guten Schall- und Wärmeschutz sowie flächendeckendes WLAN.  

Die Aula wird ein eigenständiger eingeschossiger Gebäudeteil, mit dem Unterkunftsbau durch ein Eingangsbauwerk verbunden. Neben dem Tagungs- und Konferenzraum, der durch mobile Trennwände teilbar ist, befinden sich im Aulagebäude Lagerräume, Sanitär- und Technikräu-me.

Gebäudedaten Unterkunftsgebäude/Aula:

Baubeginn: Juli 2017
Gesamtbaukosten: 8,398 Mio. Euro
Nutzfläche gesamt: 1.421 m²
Fertigstellung: voraussichtlich Dezember 2018

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